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Oberhavel Veltener Urgestein steht fast täglich hinterm Tresen
Lokales Oberhavel Veltener Urgestein steht fast täglich hinterm Tresen
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00:20 01.10.2017
Daumen hoch für den Fußball und seine Gäste im Veltener „Sportcasino“ – Wolfgang Müller. Quelle: Enrico Kugler
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Velten

Sport bestimmt das Leben von Wolfgang Müller, der den meisten Leuten als Betreiber des Veltener „Sportcasinos“ ein Begriff ist. Bis auf montags steht er täglich hinterm Tresen der Gaststätte am Veltener Sportplatz. Bewirtet wartende Eltern und Großeltern, deren kickende Schützlinge beim SC Oberhavel trainieren, serviert kleine Imbissangebote, Getränke und wochentags einen leckeren Mittagstisch, den Ehefrau Christa gekocht hat. Zu Geburtstagsfeiern, Firmenfesten und anderen Jubiläen zaubert das Paar wohlschmeckende Buffets auf den Tisch.

„Ich habe mir einen kleinen Namen erarbeitet“, bleibt Wolfgang Müller, der zudem acht Jahre Stadtverordneter war, bescheiden. Und das, obwohl er seit mittlerweile fast 30 Jahren mit seiner Christa den Laden schmeißt. Kurz vor der Wende, im September 1989, habe alles begonnen, als der damalige Betreiber der Sportgaststätte nicht mehr weitermachen wollte. „Er fragte meine Frau, ob sie übernehmen will.“

Sie wollte. Wolfgang Müller betrieb zu diesem Zeitpunkt noch als Lebensmittel-Kommissionierer einen HO-Laden in Hennigsdorf und belieferte dabei auch seine Frau in Velten. 1992 wurde der Laden geschlossen und Wolfgang Müller stieg zu 100 Prozent in Velten ein. „Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen.“ Es war trotzdem ein trauriger Moment für „Wolle“ Müller, denn bereits 1926 war sein Großvater, der bei Tennis Borussia Fußball gespielt hatte, mit Thyssen nach Hennigsdorf gekommen und hatte den damaligen Kolonialwarenladen am heutigen Stahlwerk eröffnet. „Er hatte was für seine Kühe gesucht, mit deren Milch er den Laden belieferte.“ Später übernahm die Mutter den Laden, 1985 Sohn Wolfgang.

Doch immer bestimmte auch der Fußball das Leben der Müllers. Vater Gerd kickte ebenso bei Motor Hennigsdorf wie Sohn Wolfgang, der im Mittelfeld zuhause war. Nach der Armeezeit und dem Kennenlernen seiner Christa, eine gebürtige Ofenstädterin, wechselte Müller Junior nach Velten, wo er bis heute lebt und bis 2009 auch als Trainer im Einsatz war. „Ich habe mir gerade wieder einen Spielerpass geholt, für die neue Ü45 Mannschaft“, lacht der 65-Jährige. Doch spiele wolle er nur, wenn mal nur neune auf dem Platze stehen, witzelt er. So werde auch bei Niederlagen gelacht, wie zuletzt, als das Spiel gegen Zehdenick mit 0:5 verloren ging. „Wir haben den Ehrgeiz in der Kabine gelassen, wollen Spaß haben.“ Zur Entschädigung gab es Wolles Bulettenpyramide. „Viele Leute denken, sie haben keine Zeit mehr für Freizeit“, erklärt das Veltener Urgestein. Dabei sei es so wichtig, miteinander zu reden, zu lachen und zu spielen. „Das Internet macht viele Menschen einsam.“

Und so bewirtet Wolfgang Müller mit viel Liebe, seinen typischen Witzen und manchmal auch einer Runde Schnaps seine Gäste. Aber 14 Tage Urlaub im Jahr müssen sein. Müller: „Das braucht man, um runterzufahren. Wir nutzen die Kürze des Urlaubs maximal aus.“ Dafür wird auch jeden Monat tüchtig gespart.

Von Ulrike Gawande

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