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Oberhavel Veltens Alleinstellungsmerkmal
Lokales Oberhavel Veltens Alleinstellungsmerkmal
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00:32 24.03.2018
Landrat Ludger Weskamp (M.) mit dem Finanzausschuss des Deutschen Landkreistages vor der alten Ofenfabrik Schmidt & Lehmann. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten

Ein Raunen ging Mittwochmorgen durch den Ausstellungsraum des Ofen- und Keramikmuseums in Velten, als Museumsleiterin Nicole Seydewitz den Besuchern berichtete, dass zu Höchstzeiten 162 Schornsteine von 36 Ofenfabriken das Ortsbild von Velten geprägt haben.

Gespräche über den Koalitionsvertrag

Zu Gast waren 23 Mitglieder des Finanzausschusses des Deutschen Landkreistages (DLT), die am Dienstag in Hennigsdorf bereits das Krankenhaus besichtigt und sich zu ihrer 167. Sitzung getroffen hatten. Gastgeber war Landrat Ludger Weskamp als Vorsitzender des DLT-Finanzausschusses in Brandenburg. Der Deutsche Landkreistag ist der Zusammenschluss der 294 deutschen Landkreise auf Bundesebene. Mitglieder sind die Landkreistage der 13 Flächenländer, die sich für die Kommunalbelange in ihrem jeweiligen Bundesland einsetzen. Auf der Agenda stand auf der zweimal im Jahr stattfindenden Sitzung am Dienstag der Koalitionsvertrag und dessen Auswirkungen für die Kommunen. Außerdem wurde über die Neustrukturierung der Grundsteuer und die Folgen für die Landkreise diskutiert, ebenso wie über die Kreisumlage.

Museumsbesuch als kulturelles Rahmenprogramm

Das Arbeitstreffen wurde abgerundet von einem kulturellen Rahmenprogramm, bei dem neben den Veltener Museen auch ein Besuch der Bäckerei Plentz in Schwante auf dem Programm stand. „Ich nutze die Gelegenheit, den Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet die Region vorzustellen“, erklärte Weskamp. In Schwante könne man klassisches Handwerk zeigen und die Veltener Museen seien für Oberhavel eine wichtige kulturelle Einrichtung, so der Landrat. Schließlich ist das Ofenmuseum das älteste seiner Art und präsentiert 300 Jahre Ofenbaukunst. „Ich bin überrascht, es ist sehr schön“, begeisterte sich Matthias Hauschild für das Museum in der 1899 erbauten Ofenfabrik. Bisher kannte der Mitarbeiter des Landkreistages in Berlin Velten nur als Autobahnabfahrt. Auch Christiane Scheurer, Ehefrau des Landrates aus Zwickau in Sachsen, war Velten bisher unbekannt. „Wir haben zwar einen Kachelofen zuhause, aber ich habe nie darüber nachgedacht woher die Kacheln kommen.“ Aber auch in ihrer Region gebe es reiche Tonvorkommen. Wie in Waldenburg, wo das Töpferhandwerk eine lange Tradition hat und es bis heute sechs Töpfereien gibt.

Lange Kachelofentradition in Velten

Uwe Brückmann, Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, verriet, dass er sich vor der Fahrt im Internet über Velten und Oberhavel informiert habe. „Mit dem Ofenmuseum hat Velten ein Alleinstellungsmerkmal.“ Er selber habe zwar keinen Kachelofen daheim, aber immerhin einen historischen Ofen aus Gusseisen. Hergestellt im Sauerland im Jahr 1872. Damals begann auch die Hochzeit der Kachelofenproduktion in der Ofenstadt Velten. So wurden 1905 Kacheln für über 100 000 der sogenannten Berliner Öfen produziert.

Von Ulrike Gawande

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