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Verärgerte Bürger in Grüneberg

Anwohner der Stege sind empört, weil sie keinen Grund für die Sanierung ihrer Straße sehen Verärgerte Bürger in Grüneberg

Eine Hand voll Grünebergern versteht die Welt nicht mehr. "Wir sind fassungslos", sagte Sabine Hörbe am Montag inmitten ihrer Nachbarschaft. Gewundert hatten sich die Anwohner schon am vergangenen Freitag - Fähnchen wurden aufgestellt, Bäume gefällt.

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Anwohner der Stege sind fassungslos - ohne genau darüber informiert worden zu sein, wurde mit dem Bau an ihrer Straße begonnen.

Quelle: Anne Miedow

Grüneberg. Der Hinweis einer Grünebergerin, die eine aufschlussreiche Information aus dem Fleischereigeschäft an die Anwohner der Stege weitergetragen hatte, brachte Gewissheit. Seitens der Gemeindeverwaltung hätte es über die Straßensanierung keine Benachrichtigung über die bevorstehende Baumaßnahme gegeben. Die Anwohner der Stege eins bis fünf zeigen sich nun sehr empört über den mangelnden Informationsfluss sowie der in ihren Augen "völlig unnützen Straßenerneuerung".

"Wir wissen von Nichts", ärgert sich Angela Gerlach. Es sei eine Verschwendung von Steuergeldern, findet die gesamte Nachbarschaft. Bereits vor fünfzehn Jahren sei dort laut der Anwohner saniert worden. "Es gibt andere Straßen, die es nötiger hätten", findet Friedemann Reitzenstein. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da, denn der augenscheinlich akzeptable Zustand lässt die Anlieger der Stege nur ungläubig die Köpfe schütteln. Eine Gemeindevertreterversammlung, in der die Straßensanierung thematisiert werden soll, ist für nächsten Donnerstag um 19 Uhr im Gemeinderaum angesetzt. "Das ist für uns zu spät", sind sich die Nachbarn einig. Da bereits mit dem Bau begonnen wurde, hätten sie keine Gelegenheit mehr sich einzubringen.

Bauamtsleiter Manfred Telm versteht die Aufregung nicht. Der Straßenbau in der Stege sei bereits vor vier Jahren in den Ortsbeiratssitzungen thematisiert worden. Vor zwei Jahren hätte es sogar ein persönliches Treffen mit einzelnen Anwohnern und dem Bauamtsleiter vor Ort gegeben, bei welchem das Vorhaben konkret angesprochen wurde. "Letztlich ist es die Entscheidung des Löwenberger Landes", so Manfred Telm.

Die Firma Matthäi komplettiert seit gestern die Ortsverbindungsstraße von Gutengermendorf über Neuhäsen und Neulöwenberg bis nach Grüneberg und baut dazu die verbliebenen 1150 Metern vom Abzweig "Weiße Villa" bis nach Grüneberg (Stege) aus. Für diesen Bauabschnitt, der 446.000 Euro kosten wird, hat die Gemeinde vor einigen Tagen aus den Händen von Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger einen Fördergeldbescheid in Höhe von 200.000 Euro erhalten. Zudem hat die Firma Matthäi eine Postwurfsendung an alle Anlieger der Stege angekündigt, in der über den Bauablauf und die Erreichbarkeit der Grundstücke während der Arbeiten informieren wird. Wenn das Wetter mitspielt, soll das Bauvorhaben bis zum 6. Dezember abgeschlossen sein.

Von Anne Miedow

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