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Oranienburg: Nadelöhr Schlossbrücke

Verkehrsentwicklungsplan bis 2025 auf den Weg gebracht Oranienburg: Nadelöhr Schlossbrücke

22.500 Fahrzeuge überqueren durchschnittlich in 24 Stunden die Oranienburger Schlossbrücke. Eine zähe Blechlawine ist Alltag in der Stadt. Wie der Verkehrskollaps verhindert werden kann, haben Planer im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt bis 2025 zusammengefasst. Den sollen jetzt die Bürger beurteilen und die Stadtverordneten beschließen.

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Tempo 30 im der Innenstadt: Es gibt Gegner und Befürworter.
 

Quelle: Enricio Kugler

Oranienburg.  Eine dicke Blechlawine, die sich über die Schlossbrücke quält _ Alltag in Oranienburg. 22.500 Autos rollen täglich durch das Nadelöhr. Etwas mehr sogar als vor dem Bau der Umgehungsstraße B 96, die eigentlich Entlastung bringen sollte. Gründ gibt es verschiedene: mehr Autos in jedem Haushalt, mehr Gründe, in die City zu fahren, die heute mehr zu bieten hat als vor 20 Jahren. Mehr Arbeitsplätze in der Stadt. Fest steht aber auch: Es ist vor allem „Quellverkehr“, der es in der Stadt dicke kommen lässt. Die Staus sind meist hausgemacht.

Eine Lösung aller Probleme auf einen Schlag wird es nicht geben. Nur kleine Schritte können Entlasung bringen, den Verkehrskollaps verhindern: In drei Workshops mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft, von Ortsvereinen, Agenda 21, ADFC, Wohnungsbaugesellschaften und Verkehrsbehörden gab es, um den seit 1999 gültigen Verkehrsentwicklungsplan von Oranienburg zu überarbeiten. Jetzt liegt die Fortschreibung vor.

In der Diskussion verworfen worden war der Bau einer Brücke in der Verlängerung der Walther-Bothe-Straße: Unter anderem wegen der Schulwege, des Lärms. Ebenso kam der geplanten Brückenbau in der Adolf-Mertens-Straße zu den Akten: zu dünn besiedelt, zu wenig Verkehrsgeschehen, künftig mehr Lärm. Auch die Variante einer „Verkehrsberuhigten Zone“ rund ums Schloss fand keine Mehrheit. Favorisiert wurde hingegen Varante B. Sie sieht zwei wesentliche Dinge vor: Tempo-30-Zonen auf den Hauptstraße der Innenstadt, Umsteigen vom Auto auf Rad, ÖPNV und Gehwege und eine Ortsumgehung für Lehnitz.

Pläne für die nächsten zehn Jahre

Verkehrsaufkommen pro 24 Stunden in Oranienburg: 22.500 Fahrzeuge überqueren in dieser Zeit die Schlossbrücke, 14.500 sind auf der Kremmener Straße unterwegs, 7000 wurden in der Stralsunder Straße gezählt, 6500 in der Luisenstraße.

Tempo 30 in der Innenstadt soll baulich begleitet werden durch Schutzstreifen, Kübel, Verschwenkung der Fahrbahn, Querungshilfen.

Das Gehwegnetz soll ausgebaut werden: Friedenthaler Weg, Friedrich-Wolf-Straße, Thaerstraße.

Ausbau Radwegnetz: zwischen Zehlendorf und Wensickendorf, in Schmachenhagen, zur Tiergartensiedlung, über die Trasse Kremmener Bahn.

Ausbau des ÖPNV : Linie 821 als Stadtbus im Ein-Stunden-Takt, nach Tiergarten und Lehnitz sollen Busse im Zwei-Stunden-Takt rollen, Linie 804: verdichteter Takt zwischen Bahnhof und Birkenallee.

Umgestaltung des Oranienburger Bahnhofsvorplatzes mit einem Fahrradparkhaus.

Geschätzte Kosten : für den Bau der Umfahrung Lehnitz: 4,2 Millionen Euro, Querungshilfen: elf Stück zu je 10.000 Euro, 16 neue Haltestellen zu je 22.000 Euro, Radwegbau für rund zwei Millionen Euro, Stadtbuslinie 821: 350.000 Euro jährlich zusätzliche Betriebskosten sowie einmalig 400.000 Euro Anschaffungskos-
ten.

Bis Ende des Jahres können die Oranienburger sie auf der Stadtseite einsehen, ihre Meinung kundtun. Im Dezember sollen die Stadtverordneten ihren Segen dazu geben. Dann ist er bis 2025 gültig.

Von Heike Bergt

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