Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Verkehrskontrolle in Vehlefanz läuft aus dem Ruder
Lokales Oberhavel Verkehrskontrolle in Vehlefanz läuft aus dem Ruder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:59 04.08.2017
Die Flucht vor den Polizeibeamten endete bei Sommerswalde an einem Straßenbaum. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Vehlefanz

Gegen 22 Uhr am Donnerstagabend fiel einer Polizeistreife in Oberkrämer einen Pkw mit OHV-Kennzeichen auf. Die Beamten wollten eine Fahrzeugkontrolle durchführen und gaben dem Fahrer entsprechende Haltesignale.

Ein Pkw-Fahrer entzieht sich bei Vehlefanz einer Verkehrskontrolle. Dabei fährt er einen Polizisten um und rast davon. Seine Flucht endet an einem Straßenbaum. Der Mann wird schwer verletzt.

Auf die Weisungen der Beamten reagierte der Fahrzeugfahrer aber nicht. Anstatt anzuhalten, beschleunigte er den Wagen. Die Polizei setzte nach, überholte den Wagen und zwang den Fahrer zum Halt. Als die Polizeibeamten an das Auto herantraten um den Fahrer zu kontrollieren, fuhr dieser erneut an. Dabei fuhr er auf einen der Polizisten zu. Der Beamte reagiert jedoch schnell und ihm gelang es, sich über die Motorhaube abzurollen. Dabei verletzte er sich leicht.

Der Audi-Fahrer flüchtete nun in Richtung Schwante, die Polizei nahm die Verfolgung auf. Da der Fahrer teilweise mit sehr hoher Geschwindigkeit (schätzungsweise mehr als 150 km/h) fuhr, verlor die Polizei den Pkw zeitweise aus den Augen.

Auf seiner Flucht raste der Wagen durch Schwante in Richtung Germendorf. In Höhe Sommerswalde verlor er jedoch die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen kam nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte dabei mit einem Baum.

Der Unfall ereignete sich bei Sommerswalde. Quelle: Julian Stähle

Der Fahrer verletzte sich dabei lebensbedrohlich. Er war nicht mehr ansprechbar und im Wagen eingeklemmt, so dass er von den Rettungskräften befreit werden musste. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er ins Unfallklinikum nach Marzahn geflogen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen sei gar ein Ableben des 38-Jährigen nicht auszuschließen, so die Polizei.

Mit einem Rettungshubschrauber wurde der 38-Jährige ins Unfallklinikum nach Marzahn geflogen. Quelle: Julian Stähle

Wie die weiteren polizeilichen Ermittlungen ergaben, handelte es sich bei dem Fahrer um einen 38-jährigen Polen, der offensichtlich alkoholisiert war. So nahmen die Beamten vor Ort einen deutlichen Alkoholgeruch wahr, auch befanden sich im Fahrzeug zahlreiche Bierdosen. Die weiteren Überprüfungen ergaben dann, dass das Fahrzeug einem 30-jährigen polnischen Bürger zuzuordnen ist. Beide Personen sind im Bereich Oberhavel beruflich tätig. Zunächst wollte der Fahrzeughalter, bei dem ein Atemalkoholtest 2,85 Promille ergab, den verunglückten Fahrer wegen Autodiebstahls anzeigen. Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass der verunglückte Fahrer vom Fahrzeughalter geschickt worden war, um weiteren Biernachschub zu holen.

Der Unfallfahrer konnte aufgrund seiner sehr schweren Verletzungen noch nicht befragt werden. Gegen ihn wird zunächst wegen Unfallflucht und Verkehrsgefährdung ermittelt. Zur Klärung des genauen Unfallablaufes wurde ein externer Gutachter zur Unfallstelle geholt, sagte Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Zur unvoreingenommenen Aufnahme sei diese von Kollegen einer andere Polizeidienstelle vorgenommen worden, nämlich von den Experten der Verkehrspolizei der Direktion Nord.

Von Nadine Bieneck

Insgesamt 33 Lager für Zwangsarbeiter existierten in Hennigsdorf von 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Polen, Tschechen, Russen, Holländer, Italiener und Franzosen leisteten Fronarbeit in den großen Rüstungsbetrieben der Stadt. Doch die Spuren der Vergangenheit verschwinden langsam.

07.08.2017
Brandenburg Oranienburg-Sachsenhausen (Oberhavel) - Streit um Zugang zur KZ-Gedenkstätte

Müll, Lärm, Abgase: Was die pro Jahr rund 700.000 Besucher der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen mit sich bringen, empfinden etliche Anwohner als belastend. Schon lange gärt es deswegen in dem Ortsteil von Oranienburg. Eine neu gegründete Initiative macht einen heiklen Vorschlag: den Eingang zur Gedenkstätte zu verlegen.

03.08.2017
Oberhavel „Resist to Exist“ in Kremmen - Punkfestival: Ordnungsamt gibt grünes Licht

Am Freitag beginnt am Oranienburger Weg in Kremmen das Punkfestival „Resist to Exist“. Die ersten Besucher reisten schon am Donnerstag an, einige Zelte stehen schon auf der Wiese. Am Donnerstagnachmittag war Susanne Tamms vom Ordnungsamt vor ort – und gab grünes Licht. 2400 Besucher werden erwartet.

06.08.2017
Anzeige