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Oberhavel Verrückt nach Eierbechern
Lokales Oberhavel Verrückt nach Eierbechern
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08:00 19.04.2014
Ingrid Heym vor den eigens angefertigten Regalen. Ein paar Zentimeter sind noch frei. Quelle: Helge Treichel
Bergfeldes

Einige der Becher hat sie im Laufe der Jahre selbst als Reiseandenken mitgebracht, viele andere sind Geschenke von Verwandten und Bekannten. Denn alle wissen: Darüber freut sie sich immer besonders.
Der Grundstein für ihre Sammelleidenschaft wurde 1979 gelegt. Im Nachlass ihres damaligen Vermieters befand sich eine gute Hand voll Eierbecher mit Städtewappen. Görlitz, Goslar, Rheinfall, Neuschwanstein, Venedig. Fortan suchte sie selbst nach solchen Souvenirs. „Ich gehe gern in Trödelläden, aber nicht nur wegen Eierbechern“, sagt die 77-Jährige. Jedoch gäbe es dadurch immer einen Grund, in ein Geschäft zu gehen. „Ich liebe es zu stöbern.“

Das neueste Stück in der Sammlung ist ein Eierbecher aus Marokko, terrafarben mit Goldrand. Es kam erst vor drei Wochen dazu. Andere Exponate stammen aus Tunesien, China, Russland, der Slowakei, England, Usbekistan und den Niederlanden. Auch viele Inseln sind vertreten: Rhodos, Malta, Menorca, Bornholm. Großen ideellen Wert haben auch die von den Enkeln selbst gebastelten Exemplare aus Knete, Gips und gebranntem Ton.

Der Grundstein für Ingrid Heyms Sammelleidenschaft wurde 1979 gelegt. Im Nachlass ihres damaligen Vermieters befand sich eine gute Hand voll Eierbecher mit Städtewappen. Görlitz, Goslar, Rheinfall, Neuschwanstein, Venedig. Fortan suchte sie selbst nach solchen Souvenirs.

Seit 1997 führt Ingrid Heym Buch über ihre Sammlung. Die meisten Becher haben eine Nummer. Unter dem Deckchen auf der Anrichte liegt eine Liste, in der handschriftlich Stichworte zur Herkunft vermerkt sind. Die ersten Exponate sind darin allerdings noch nicht aufgelistet, bedauert die Seniorin, die auch in der Volkssolidarität aktiv ist. In der aktuellen Ausgabe der Vereinszeitung „Lebenslustige“ wird sie mit ihrem Hobby vorgestellt. Allerdings erschöpft sich das Interesse von Ingrid Heym nicht in Eierbechern. Die ehemalige Laborantin im Milchhof Berlin hält sich im Garten und im Fitnessstudio fit und walkt gern nordisch. Sie zieht ihre Blumensaaten selbst und strickt.

Und sie befasst sich mit der historischen Komponente ihrer Sammelleidenschaft. Denn die Existenz von Eierbechern ist seit dem Römischen Reich belegt. Ein Mosaik aus Antiochia aus dem Jahr 40 vor Christus zeigt eine Mahlzeit mit in Bechern stehenden Eiern und zugehörigen Löffeln. Ein silberner Eierbecher mit Löffel wurde in Pompeji aus der Vulkanasche ausgegraben. Die Kultur verlor sich offenbar bis zum 16.Jahrhundert, als Eierbecher in Adelskreisen wieder in Mode kamen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhundertes werden Eierbecher Bestandteil des Gebrauchsporzellans.

Lieblingsexemplare hat Ingrid Heym nicht, außer vielleicht die nette Oma und den sympathischen Opa in Becherform. Aber eigentlich mag sie sich nicht festlegen. Alle sind schön. Viele Stücke sind übrigens regelmäßig im Einsatz. Denn die Seniorin weiß ein gepflegtes Frühstücks ei zu schätzen – nicht nur zu Ostern.

Von Helge Treichel

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