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Oberhavel Verrückt nach Tatütata!
Lokales Oberhavel Verrückt nach Tatütata!
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20:33 17.09.2017
Der zweijährige Michel war nicht aus dem Feuerwehrauto rauszukriegen. Quelle: Foto: Marion Bergsdorf
Mühlenbeck

Vor Schreck klammern sich kleine Kinder an die Eltern, denn die Sirene des Feuerwehrautos ist sehr laut. Doch nicht der zweijährige Michel, der seinen Feuerwehrhelm gar nicht mehr absetzen möchte und sich hinterm Lehnkrad des Feuerwehrautos so richtig wohl fühlt.

Hochbetrieb herrschte am Sonnabend vor dem Depot der Freiwilligen Feuerwehr Mühlenbeck an der Hauptstraße. Lange Warteschlangen bildeten sich am Feuerwehrauto, das die Kinder einlud und im Ort herumfuhr. Jedes Mal, wenn es zurückkam und Kinder herausgehoben wurden, warteten die nächsten Kinder darauf, mitzufahren.

Diese beiden Kinder haben viel Spaß dabei, den Wasserschlauch auf eine Hütte zuhalten und den Löscheinsatz zu üben. Quelle: Marion Bergsdorf

Nach der Rundfahrt ging es erst einmal an den Kuchen- und Grillstand. Einwohner und Eltern von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr hatten Kuchen gebacken und für den Verkauf gespendet. Für das Grillzeug hatte die Wehr selbst gesorgt. Tische und Bänke vor den Imbissständen luden bei herrlichem Spätsommerwetter zum Verweilen ein. Das traf auch für die Tische und Bänke vor dem Depot zu, an denen Kinder basteln und sich schminken lassen konnten. Ines Sinske vom Jugendrotkreuz schminkte bunte Masken auf die Gesichter von Kindern und Erwachsenen. Betreuerinnen der Jugendfeuerwehr unterstützten sie und bastelten mit den Kindern.

Eine Attraktion waren auch die historischen Fahrzeuge wie Mopeds. Motorräder oder ein Traktor aus dem Jahre 1958. Sammler Jörg Voigt hatte seinen Spaß, wenn sich Kidner auf seinen Traktor setzen wollten.

Auch der dreijährige Raphael trägt stolz eine Feuerwehruniform Quelle: Marion Bergsdorf

Auf der frisch gemähten Wiese vor dem Depot hatten die Feuerwehrleute ein kleines Haus mit Blaulicht drauf aufgebaut. Hier konnten Kinder so lange mit dem Spritzschlauch draufhalten und löschen üben, bis die Sirene auf dem Häuschen ertönte.

Die Freiwillige Feuerwehr Mühlenbeck zählt 30 aktive Mitglieder, zur Jugendfeuerwehr gehören zwölf Kinder und Jugendliche. Zugführer Bernd Schmell ist zufrieden, dass er auch tagsüber die Einsatzbereitschaft seiner Wehr gewährleisten kann. Denn diese hat bis zu 80 Einsätze im Jahr, weil auch die Autobahn zum Einsatzgebiet gehört. Dennoch hätte er gerne Zuwachs von Leuten, die im Ort arbeiten, sagt Schmell.

Von Marion Bergsdorf

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