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Oberhavel Verstehbahnhof: Zukunft und sozialer Raum
Lokales Oberhavel Verstehbahnhof: Zukunft und sozialer Raum
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10:51 27.02.2018
Die Wartehalle des Fürstenberger Bahnhofsgebäudes ist bald Domizil des Verstehbahnhofs. Quelle: Foto: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Programmieren, Hardware-Löten, 3-D-Drucken – in Fürstenberg lernen das schon die Grundschüler. Daniel Domscheit-Berg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen die Technik der Gegenwart und Zukunft näher- und einen schöpferisch-kritischen Umgang damit beizubringen. Zuerst bei sich zu Hause, dann in der Drei-Seen-Grundschule und bald im Bahnhof.

Welche Pläne der Informatiker für den Verstehbahnhof, die derzeit privat genutzte Wartehalle des Bahnhofsgebäudes, hat, erfuhren die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag. Weil die Arbeitsgemeinschaft für Grundschüler mittlerweile sowohl räumlich als auch technisch und personell an Grenzen stößt, suchte Daniel Domscheit-Berg nach Alternativen. Die Mieter des Bahnhofs unterstützen seine Idee, die Halle zu einer „Station junger Techniker und Naturforscher des 21. Jahrhunderts“ umzufunktionieren. Ein Verein als Träger ist bereits gegründet: Havel:lab wurde von neun Gleichgesinnten ins Leben gerufen und hat den erklärten Zweck, Wissenschaft und Forschung zu fördern, ebenso wie Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie Studentenhilfe. Der Verstehbahnhof geht also weit über einen Platz für eine Arbeitsgemeinschaft hinaus. Es wird ein „neuer sozialer Raum“, wie Daniel Domscheit-Berg erklärte. Seine Pläne sind schon sehr konkret: So soll es einen „offenen Dienstag“ geben, der nicht nur für die Arbeitsgemeinschaft der Grundschüler reserviert ist, sondern bis zum Abend projektbezogenes Arbeiten erlaubt. Monatliche Abendveranstaltungen, zum Beispiel Vorträge, zweimal wöchentlich ein Repair-Café, offene Handarbeit- und Brettspielabende für jedermann – das steht bereits auf dem Plan. Im Verstehbahnhof soll „Lernen am anderen Ort“ ermöglicht werden. Deshalb sind Schülergruppen und Delegationen erwünscht. Am Bahnhof können künftige Delegationen aus dem Auslang Station machen und Urlauberkinder Schlechtwettertage verbringen. Andere Ideen und Pläne gibt es bereits, für die Zukunft

Die Halle wird ausgestattet mit Bühne und Sofa, einer Bücherecke, Audio-, Licht- und Videotechnik und natürlich mit dem, was für das Zukunftslernen gebraucht wird: 20 Lötstationen, 50 Calliope Mini, zehn Laptops, mehrere 3-D-Drucker, Lasercutter, Schneidplotter, Transferpresse und viel Werkzeug. „30 Kinder oder Erwachsene können dort arbeiten, Veranstaltungen mit 100 Besuchern sind möglich“, so der Verstehbahnhof-Erfinder.

Auf dem Investitionsplan von Havel:lab stehen 21 600 Euro. Mehr als die Hälfte davon ist privates Geld, 8000 Euro gibt die Stiftung „Demokratie von unten“ dazu. „Die Betreuer arbeiten ehrenamtlich, Geld wird dort niemand verdienen“, erklärte Daniel Domscheit-Berg auf Nachfrage. Zurzeit wartet man auf die Umnutzungsgenehmigung von der Kreisverwaltung. Dann kann das Projekt Verstehbahnhof an den Start gehen.

Von den Stadtverordneten und von Bürgermeister Robert Philipp gab es nur positive Reaktionen. „Sie sind ein Botschafter der Zukunft“, sagte Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg). Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) kündigte Zustimmung der Stadt für die behördliche Genehmigung an. „Respekt für die Motivation und wie Sie das angehen“, sagte er.

Von Martina Burghardt

Die Sanierung des Veltener Bahnhofs hat Ende Januar begonnen. Im Sommer soll eine neue Fußgängerüberführung gebaut werden, dann muss die alte – im Volksmund verächtlich „Galgen“ genannt – weichen. Mehr als fünf Millionen Euro werden in die Sanierung investiert. Ganz ohne Einschränkungen läuft sie für die Fahrgäste aber nicht ab.

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In den Sommermonaten soll die B 167 eine neue Asphaltdecke bekommen. Und zwar vom Ortseingang von Hammer kommend, einmal durch die ganze Stadt und weiter in Richtung Löwenberg bis zum Abzweig nach Neuholland. Das dürfte zu erheblichen Verkehrseinschränkungen führen. Auf Staus sollte sich jeder einstellen.

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