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Viele Reiter kommen zur Martinsjagd

Staffelde Viele Reiter kommen zur Martinsjagd

Bei der Martinsjagd werden keine Tiere erlegt. Das Spektakel, das am Sonnabendmittag in Staffelde beginnt, ist eher ein Naturerlebnis. Hunde bekommen eine Fährte gelegt, die Tiere folgen ihr, ihnen hinterher kommen die Reiter. Zuschauer können unterwegs dabei sein, wenn auch Hindernisse übersprungen werden müssen.

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Im vergangenen Jahr gab es auf der Strecke rund um Staffelde 13 Hindernisse. In diesem Jahr sind es sogar 27 – auch bedingt durch die Xavier-Orkanschäden..

Quelle: privat

Staffelde. Bereits mehr als 50 Reiter haben sich zur Martinsjagd angemeldet, die am Sonnabendmittag in Staffelde startet. Es ist allerdings nicht das Ziel, Tiere zu erlegen. Zum zweiten Mal veranstalten Cesalie und Malte Voigts sowie Paul von Schutzendorff stattdessen eine Schleppjagd. „Es geht dabei nicht ums Gewinnen, auch nicht um das Töten und Erlegen von Wild“, sagt Malte Voigts. „Es ist eher ein gemeinsamer Ausritt.“ Das Erlebnis in der Natur sei das Wichtige. Aber es ist auch eine Art Ritual.

Malte Voigts mit seinem Pferd

Malte Voigts mit seinem Pferd.

Quelle: privat

Vorweg unterwegs sind zwei Reiter, die die Schleppe legen. Dann kommt die Niedersachsen-Meute, das sind 20 bis 22 Foxhound-Hunde, die die gelegte Spur verfolgen. Direkt dahinter reitet die Equipage, die Reiter leiten die Hunde. Es folgt das Jagdherrenfeld, das sind gut konditionierte Pferde und Reiter, die im Laufe der Strecke 27 Hindernisse überwinden müssen. Eine weitere Gruppe lässt einige Hindernisse aus, Gruppe drei folgt im Jagdtempo, überspringt aber kein Hindernis. Außerdem gibt es eine vierte Gruppe, das Genießerfeld, die ihr eigenes Tempo wählt. Die Tour wird etwa 17 Kilometer lang sein. „Wir sind drei Stunden unterwegs“, sagt Malte Voigts.

Hunde verfolgen die gelegten Spuren

Hunde verfolgen die gelegten Spuren.

Quelle: privat

Der Start erfolgt beim Rhinland-Reitpark am Triftweg in Staffelde. Von dort aus geht es ab dem Mittag über Wiesen und Felder und durch den Wald. Autofahrer müssen sich unter anderem auf der Straße des Friedens in Flatow, nahe des Ortsausgangs Richtung Linum, auf eine kurzzeitige Sperrung einstellen. Dort wird die Jagdgesellschaft die Straße queren.

Etwa 70 Reiter waren 2016 dabei

Etwa 70 Reiter waren 2016 dabei.

Quelle: privat

Auch Zuschauer können am Sonnabend mit dabei sein. „Sie sollten gegen 11.45 Uhr auf jeden Fall da sein“, erklärt Malte Voigts. „Da gibt es die Begrüßungsreden und noch einige Erklärungen.“ Die Teilnahme für die Zuschauer ist kostenlos. Nicht nur das – auf einem Traktor-Anhänger können sie sogar mit dabei sein, wenn die Reiter auf dem Gelände mit ihren Pferden über die Hindernisse springen. „Wir erwarten 100 bis 150 Zuschauer, und ich empfehle ihnen, eine warme Decke mitzubringen.“ Wer möchte, kann danach noch am Gänseessen in der Kürbisscheune im Scheunenviertel teilnehmen – das kostet dann 18,50 Euro.

Zuschauer können das Spektakel mitverfolgen

Zuschauer können das Spektakel mitverfolgen.

Quelle: Robert Roeske

Viele Kremmener helfen bei dem Event. Die Feuerwehr ist eingebunden, die Treckerkerls machen mit, die Partyfeuerwehr ist mit dabei, der Staffelder Heino Hornemann macht die Zuschauerführungen, Otto und Grit Bauer sind Mitveranstalter.

Jagdhornbläser begleiten die Veranstaltung

Jagdhornbläser begleiten die Veranstaltung.

Quelle: privat

Die Zahl der Pferdefreunde, die sich zusammentun, scheint rund um Kremmen zu wachsen. „Bei den sonntäglichen Ausritten sind jetzt schon regelmäßig neun bis 15 Leute dabei“, sagt Malte Voigts. „Ich freue mich, dass das auf so großes Interesse stößt.“ Die Gegend sei „einmalig schön“. Es gebe viele gute Reitwege in der Region. „Sonst muss man das Pferd immer erst verladen, um reiten zu können.“ Rund um Kremmen habe man das Reitgebiet vor der Tür.

Passend zum 11.11. beginnt das Stelldichein im Staffelder Reitpark am Triftweg um 11.11 Uhr, gegen 12.12 Uhr beginnt die Jagd. Wer als Zuschauer kostenlos dabei sein will, sollte sich bis 11.45 Uhr einfinden.

Von Robert Tiesler

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