Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Viele Unklarheiten zum Nässeschaden in Kita
Lokales Oberhavel Viele Unklarheiten zum Nässeschaden in Kita
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 28.04.2016
In dieses Objekt soll die Kita „Sonnenschein“ übergangsweise einziehen. Quelle: Helge Treichel
Anzeige
Glienicke

Nach Pfingsten sollen die rund 140 Kinder der Kita „Sonnenschein“ übergangsweise in ein Ausweichgebäude in der Bieselheide umziehen, spätestens Ende Mai. Darüber informierte Fachbereichsleiterin Jana Klätke am Dienstagabend die Gemeindevertreter. Ein ehemaliger Möbelmarkt im Schönfließer Wohnpark Frohe Aue soll für zirka sechs Monate zum Domizil von Kindern und Erziehern werden.

Hintergrund: In der Kita „Sonnenschein“ war ein Nässeschaden entdeckt worden. Im Juli 2015 zeigten sich Feuchtigkeit und Schimmel in einer der Trockenbauwände. Teilbereiche wurden gesperrt. Der Schaden soll nun bis zum Jahresende saniert werden – ohne Kinder in Baustellennähe.

Bereits mehrere Lecks identifiziert

Über die Ursache des immensen Schadens herrscht allerdings nach wie vor noch Unklarheit. In der Vergangenheit waren mehrere kleine Lecks identifiziert worden, unter anderem war ein undichtes Eckventil im Spülkasten einer Kindertoilette als mögliche Quelle der Feuchtigkeit identifiziert worden. Doch die Nässe blieb. „Es gibt offensichtlich mehr als ein Problem“, sagte Jana Klätke. Jetzt soll im gesamten Erdgeschoss der Estrich entfernt werden.

Angesichts des Schadensausmaßes erkundigte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Klein nach dem Punkt, an dem ein Neubau günstiger wird als die Sanierung. Dieser Punkt sei noch lange nicht erreicht, sagte die Fachbereichsleiterin. Ein Neubau würde mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen, Für die Sanierung seien bis dato 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt. „Der Schaden ist sanierbar, die Kita muss auf keinen Fall abgerissen werden“, versicherte Jana Klätke. Im Interesse einer guten Zusammenarbeit mit dem Versicherungsunternehmen werde nun abgestimmt, wie bei der Sanierung vorgegangen wird.

Abschlussbericht der Versicherung stößt auf Widerspruch

Am Tag zuvor sei der abschließende Bericht der Versicherung im Rathaus eingegangen, informierte die Fachbereichsleiterin. Dieser stoße allerdings – vorsichtig formuliert – auf großen Widerspruch in der Verwaltung und bei deren Rechtsbeistand. Während die Kommune von einem Frischwasserschaden aus einem undichten Leitungsnetz ausgeht, suche die Versicherung nach einem Grundwasserschaden. Die Quelle indes wurde noch nicht identifiziert.

Eine Grundfrage lautet: Wer bezahlt den Schaden? „Im Moment gehen wir davon aus, dass es sich um einen Versicherungsschaden handelt und die Versicherung zur Zahlung verpflichtet ist“, sagt Jana Klätke. Viele wesentliche Fragen blieben am Dienstag also unbeantwortet. Mit bissigem Humor kommentierte Gemeindevorsteher Martin Beyer die bislang scheinbar hilflose Ursachenforschung: „Haben Sie schon einmal die Möglichkeit einer Wünschelrute in Betracht gezogen?“

Viel Platz zum Toben, Spielen und Experimentieren

500.000 Euro hat die Gemeinde in den Ausbau von angemieteten Räumen in der Traubeneichenstraße im Wohnpark „Frohe Aue“ investiert, um dort eine zeitweiligen Kindertagesstätte einzurichten.

Rechts befindet sich ein Getränkemarkt, links soll die Kita „Sonnenschein“ für sechs Monate einziehen. Wegen einer großen überdachten Außenfläche haben die Kinder selbst beim gegenwärtigen Regenwetter eine trockene Roller-Strecke direkt am Haus.

Die größte kommunale Kindertagesstätte in Glienicke wurde im Jahr 2000 eröffnet. Sie bietet auf zwei Etagen viel Platz zum Toben, Spielen und Experimentieren. Kapazität: 145 Plätze.

Die Kita liegt direkt am Rande des Wohnparks „Sonnengarten“. Das helle, moderne Haus durch eine rund 3000 Quadratmeter große Außenspielfläche ergänzt.

In diesem Gang neben einem Getränkemarkt haben die Kinder auch bei Regen eine tolle Rollerstrecke. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

Oberhavel Die Oberschule von Liebenwalde - Ein Bau aus DDR-Zeiten

Rein äußerlich macht die Oberschule Werner Seelenbinder in Liebenwalde nicht viel her. Der graue Kratzputz ist schon hier und da von der Fassade gebröckelt. Doch das sind eigentlich nur Äußerlichkeiten. Zwar wurde die Oberschule vor zehn Jahren dicht gemacht, aber im Inneren des großen Komplexes ist jeden Tag jede Menge los.

27.04.2016
Oberhavel Bauprojekt in Kremmen - Abgeordnete fordern Baustopp

Der Streit um den Bau der neun Flüchtlingshäuser an der Berliner Straße in Kremmen geht weiter. Sechs Stadtverordnete fordern in einem Schreiben an die Kommunalaufsicht, dass geprüft wird, ob auf der Baustelle weitergebaut werden dürfe. Sie sind der Meinung, dass dies rechtswidrig sei.

28.04.2016
Gesundheit & Lebensfreude Asklepios-Klinik investiert 1,1 Millionen Euro - Ein zweites MRT für Oberhavel

Oft hätten Patienten mehrere Wochen auf einen MRT-Termin in Oberhavel warten müssen, weiß man in der Asklepios Klinik in Birkenwerder. Gab es doch lediglich in Hennigsdorf ein MRT-Gerät. Deshalb wurde investiert. Seit dieser Woche können Patienten auch zur Untersuchung nach Birkenwerder kommen.

28.04.2016
Anzeige