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Vieles geht gemeinsam besser, aber...

Hohen Neuendorf/Birkenwerder Vieles geht gemeinsam besser, aber...

Während des jüngsten Hohen Neuendorfer Stadtempfangs hatte Bürgermeister Steffen Apelt ganz bewusst das Thema eines möglichen Zusammenschlusses mit Birkenwerder angeschnitten. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Stephan Zimniok sieht er mehrere Tätigkeitsfelder für Kooperation. Doch so mancher Einwohner aus Birkenwerder pocht auf Eigenständigkeit.

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Die Bürgermeister Stephan Zimniok (M.) und Steffen Apelt (r.) mit Stadtverordnetenvorsteher Raimund Weiland.

Quelle: Stadtverwaltung

Hohen Neuendorf. „Herr Apelt, kümmern Sie sich mal lieber um Wichtigeres!“ So und ähnlich klingen Kommentare zu dem Testballon, den der Hohen Neuendorfer Bürgermeister während des kürzlichen Stadtempfangs hinsichtlich eines möglichen Zusammenschlusses von Hohen Neuendorf und Birkenwerder steigen ließ. „Wenn das Gesamtkonstrukt Birkenwerder heißt und unser schöner Ortsteil die gleichen Gelder und Autonomierechte behält wie jetzt, wäre das für mich ok, ansonsten find ich die Rolle des kleinen gallischen Dorfes ganz nett“, schreibt Jérôme Papenfoth in der Facebook-Gruppe „Leute aus Birkenwerder“.

Positive Reaktionen erlebt

Steffen Apelt selbst hat eher positive Reaktionen erlebt – etwa von Torsten Werner, Vorsitzender des Ortsentwicklungsausschusses in Birkenwerder. Der hat eine gemeinsame Sitzung der Fachausschüsse beider Kommunen zum Thema Bürgerpark vorgeschlagen. Das Thema steht in Birkenwerder im Zusammenhang mit der Perspektive für den ehemaligen Sportplatz gegenüber dem Rathaus. „Das ist für uns ganz interessant“, sagt Apelt mit Blick auf den Rathausanbau. „Wir suchen händeringend einen Festplatz.“ Weitere Themenfelder aus seiner Sicht, die gemeinsam angepackt werden sollten: das Gestalten der Havel-Gebiete oder die Versorgung von Birkenwerder-Ost mit UMTS.

Gemeinsame Schulbezirke denkbar

Auch für Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok ist nicht der Plan für einen Zusammenschluss das Thema, sondern zunächst eine Kooperation im Interesse der Einwohner. Zentrale Frage: Wo macht es Sinn? Als Beispiel führt Zimniok gemeinsame Schulbezirke an und den Trink- und Abwasserbereich. „Es gibt viele Punkte, die wir gemeinsam besser hinbekommen“, sagt er. Einen möglichen Zusammenschluss dagegen betrachtet er völlig entspannt und spielt den Ball weiter: „Das müssen die Bürger entscheiden.“ Aber einen Bedarf sehe er dafür momentan nicht. „Wir sollten nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.“ Die vereinzelten Facebook-Kommentare sprühen derzeit nicht vor Euphorie. „Wir leben hier gern in Birkenwerder und unser Örtchen soll so bleiben wie es ist. Hier gibt es noch einige Möglichkeiten sich zu verwirklichen, da muss man sich nicht in Hohen Neuendorf rumtreiben und Dinge besprechen, die hier keiner will“, schreibt Sandra Lechner. „Von mir gibt es auch ein Nein.“

Von Helge Treichel

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