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Oberhavel Vielstimmiger Protest
Lokales Oberhavel Vielstimmiger Protest
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00:19 04.10.2017
Silvia Grande (r.) von der Volkssolidarität begrüßte die rund 200 Demonstrationsteilnehmer nach der Fahrt vom Globus-Baumarkt auf der Kreuzung in Germendorf. Quelle: Ulrike Gawande
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Germendorf

Bereits zum vierten Mal gingen am Sonnabend rund 200 Demonstranten in Germendorf auf die Straße, um für Fahrradwege zu kämpfen. „Leider“, erklärte Hans-Joachim Luth von der Fahrradgruppe der Volkssolidarität, die zum wiederholten Male zu dieser Art des Protestes aufgerufen hatte.

Leider deshalb, weil sich Oranienburg Fahrradfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben habe, diese jedoch am Globus-Baumarkt ende, so Luth in seiner Rede an die Demonstranten. Und noch immer keine Lösung für den Bau eines Fahrradweges nach Schwante und Velten in Sicht sei. „Einer der größten Besuchermagneten des Landes ist mit dem Fahrrad nicht erreichbar“, fuhr Luth fort, mit Hinweis auf die rund 500  000 Besucher, die jährlich in den Germendorfer Tier- und Freizeitpark kommen.

Rund 200 Demonstranten gingen am Sonnabend in Germendorf auf die Straße, um für Radweg zu kämpfen.

Man würde radelnd von Oranienburg Hamburg erreichen, erzählte Marianne Luth, doch nur zwischen Schwante und Germendorf fehle dieses kleine Stückchen Radweg. Sie habe kürzlich in Kremmen eine Radgruppe aus Falkensee getroffen, die auf eine Weiterfahrt nach Oranienburg verzichteten, weil ihnen der Weg entlang der Landstraße zwischen Schwante und Germendorf lebensgefährlich sei. Zumal die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer immer weiter zunehme, fügte Hans-Joachim Gruner aus Germendorf hinzu.

Hans-Joachim Luth forderte eine Zusammenarbeit von Stadt, Landkreis und Land. „Irgendwer muss ja anfangen. Bisher sind wir geduldig, aber wir wollen ernst genommen werden.“ Oranienburgs Bürgermeister Hand-Joachim Laesicke (SPD) betonte, dass er viele Raddemos angeführt habe. „Fahrradfreundlichkeit ist ein wichtiges politisches Ziel, für das wir weiter kämpfen müssen.“ Aber man dürfe das Land nicht aus der Pflicht nehmen, und als Stadt auf den Bau von Kitas oder Schulen verzichten, um Radwege zu bauen, so Laesicke.

Der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD) bestätigte, dass es ein „mühseliges Geschäft“ sei. Aber Radwege seien wichtig und man müsse noch einmal eine „Schippe drauf legen“. Er versprach „dran zu bleiben“ und mit Landrat und Ministerin weiter zu verhandeln. Denn derzeit sei es geplant den Radweg von Velten nach Germendorf 2021 und nach Schwante 2030 zu bauen.

Ein Hoffnungsschimmer sei, dass die Kriterien der Prioritätenliste, die er anzweifele, nicht in Stein gemeißelt seien, so Lüttmann. Kriterien sind, dass täglich mindestens 2500 Kraftfahrzeuge verkehren, und es touristische Ziele und Schulwege gibt. Eigentlich alles Punkte, die in Germendorf erfüllt sind.

Von Ulrike Gawande

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