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Oberhavel Vier Jubiläen im Stahlwerk
Lokales Oberhavel Vier Jubiläen im Stahlwerk
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08:45 27.10.2016
Die Geschichte des Stahlwerks wurde in diesem Monat in einer Ausstellung im Bürgerhaus in 27 Bildern erzählt. Es wurden dabei die Beschäftigten in den Fokus gerückt (siehe auch rundes Bild). Quelle: Köser
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Hennigsdorf

1917 gründete die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft (AEG) das Elektrostahl- und Walzwerk auf Hennigsdorfer Boden. Hier sollten Munition und Stationen zum Füllen von Minen und Granaten gebaut werden, weil die Munitionsreserven im mörderischen Ersten Weltkrieg zur Neige gingen. In diesen Tagen bereiten sich die Mitglieder des Stahlwerker-Traditionsvereins auf das runde Jubiläum 2017 vor, wenn das Stahlwerk 100 Jahre alt wird. In der vergangenen Woche gab es ein Gespräch von Vereinsmitgliedern und Vertretern von Riva, unter anderem Werkleiter Andrea Rivetta und Geschäftsführerin Katja Rex, über das Jubiläum.

Es sei noch nichts konkret, aber eine Festveranstaltung zum Jubiläum solle in einer Hennigsdorfer Sporthalle stattfinden. Riva habe zugesagt, das zu organisieren. Wenn es nach Jürgen Nix vom Traditionsverein geht, wird die Gästeliste prominent besetzt. Er könnte sich den ehemaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe (SPD), den damaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß oder den ersten Aufsichtsratsvorsitzenden des Werkes Gerold Vogelsberg vorstellen, genau wie aktuelle Größen aus der Landespolitik. Das seien aber erstmal alles nur Vorschläge, am Ende entscheide Riva. Der 100. Jahrestag ist nicht das einzige Jubiläum, das im kommenden Jahr gefeiert wird. Auch der 25. Jahrestag von Riva in Deutschland und der 60. Jahrestag der Produktion des Familienbetriebs sollen gefeiert werden. „Wir sind aber noch ganz am Anfang der Planung“, erklärt Detlef Krebs vom Stahlwerks-Betriebsrat.

Fest steht, dass es am Dienstag, 22. November, einen Festakt zum 25. Jahrestag der Betriebsbesetzung geben soll. Vom 22. November bis zum 5. Dezember 1991 hatte ein Teil der damals rund 5000 Beschäftigten das Werk besetzt und die Produktion lahmgelegt, es gab Autokorsos zum Sitz der Treuhandanstalt in Berlin. Damals hatten Stahlwerker als DDR-Bürger Vorbehalte gegen die Italiener, die Angst vor der Arbeitslosigkeit ging um. „Sie hatten aber das beste Konzept aller Interessenten, und sie haben alle Versprechen gehalten“, so Krebs. Es sei eine Erfolgsgeschichte, dass ein einst besetztes Werk heute noch existiert.

Von Marco Paetzel

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