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Volksbank in Vehlefanz gesprengt

Nächtliche Explosion erschüttert Dorf in Oberhavel Volksbank in Vehlefanz gesprengt

Mitten in der Nacht hat eine Explosion Vehlefanz, ein kleines Dorf im Kreis Oberhavel, erschüttert. Unbekannte hatten Gas in einen Geldautomaten geleitet und das hochexplosive Gemisch dann gezündet. Dabei schossen sie offenbar übers Ziel hinaus, denn die örtliche Volksbank-Filiale wurde dabei völlig zerstört. Das Gebäude ist einsturzgefährdet.

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Die Volksbank-Filiale ist durch die Explosion völlig zerstört worden.

Quelle: Christian Pörschmann

Vehlefanz. Die Volksbank in Vehlefanz (Oberhavel) liegt in Schutt und Asche. Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag den Geldautomaten der Filiale gesprengt und ganz nebenbei das Gebäude zu großen Teilen zerstört. Die Giebelwand des Gebäudes ist aufgerissen, Trümmer und Glassplitter liegen weit verstreut. Brandgeruch liegt in der Luft.

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4. Juni 2015: Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag einen Geldautomaten in Vehlefanz (Oberhavel) gesprengt. Die Explosion war so heftig, dass die Bank zerstört wurde und die Teile des Automaten sich quer über die Straße verteilten. Bilder zeigen das ganze Ausmaß der Zerstörung.

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Einen vergleichbaren Fall in Nordbrandenburg hat es so noch nicht gegeben, so eine Polizeisprecherin gegenüber MAZonline.

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Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag einen Geldautomaten in Vehlefanz (Oberhavel) gesprengt. Die Explosion war so heftig, dass die Bank zerstört wurde und die Teile des Automaten sich quer über die Straße verteilten. Bilder zeigen das ganze Ausmaß der Zerstörung.

Quelle: Christian Pörschmann

Eine heftige Explosion hatte gegen 3 Uhr das Dorf Vehlefanz erschüttert. Nach Auskunft von Polizeisprecherin Ariane Feierbach haben Unbekannte den Geldautomaten der örtlichen Bankfiliale mit Gas gesprengt. Bereits kurz darauf waren Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma vor Ort, die zuvor bereits einen elektronischen Alarm erhalten hatten und sofort die Polizei alarmierten. Beim gemeinsamen Eintreffen der Sicherheitskräfte hätten zwei Täter sofort die Flucht ergriffen. Sie seien in einen dunklen Pkw mit Berliner Kennzeichen gestiegen und in Richtung Autobahn davongefahren. Während der Flucht hätten sie Geldkassetten verloren. Neben diesen seien auch Bargeld und Gasflaschen am Tatort sichergestellt worden, sagte die Polizeisprecherin. Bei der Verfolgung habe sich die Spur der Täter jedoch verloren. Wie hoch die Beute ist, lasse sich noch ebenso wenig beziffern wie der entstandene Sachschaden.

Mehrere Anwohner der Bankfiliale waren in der Nacht von einem Knall geweckt worden, unter ihnen Evelyn Spitzer, die seit 1984 in Vehlefanz wohnt. „Es gab einen lauten Knall, dann hat es gescheppert“, sagt sie. Als sie durch die Jalousie ihres Hauses gleich gegenüber linste, war die Polizei schon eingetroffen. Ein anderer Augenzeuge hatte beobachtet, wie Maskierte das Geld aus den herumliegenden Geldkassetten eingesammelt hatten und in ein Auto stiegen. Erst von der Feuerwehrsirene war Dieter Obst geweckt worden. Sein Haus liegt etwas entfernt in der Hauptstraße, über die während des Feuerwehreinsatzes der Straßenverkehr umgeleitet wurde.

Hintergrund

5. Juli 2011: Ein Maskierter überfällt um 12.35 Uhr die Filiale der Berliner Volksbank in Vehlefanz an der Lindenallee. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich außer den Bankangestellten eine Kundin in der Bank. Der Räuber legt einen Zettel mit der Forderung nach Geld auf den Schalter und bedroht die Anwesenden mit einer Handfeuerwaffe. Die Bankangestellten kommen den Forderungen des Täters nicht nach. Daraufhin verlässt dieser die Bank und flüchtet zu Fuß in Richtung der Tankstelle im Ort. Die Kundin wie auch die Bankangestellten werden nicht verletzt. Die intensive Fahndung nach dem Täter bleibt erfolglos.

3. Dezember 1991: Vehlefanz erlebt einen spektakulären Raubüberfall. Kurz nach Schalteröffnung kommen zwei Männer in die Raiffeisenbank und zwingen die Kassiererin zur Herausgabe von mehr als 30 000 Mark. Sie demolieren das Telefon und flüchten in Richtung Nauen.

Der Oranienburger Thomas Fritzsche und seine Lebensgefährtin Veronika Weber hatten am Vormittag nach dem Bankeinbruch einen Termin in der Vehlefanzer Filiale. Obwohl dieser abgesagt wurde, fuhren sie trotzdem nach Vehlefanz. Aus dem Radio hatten sie bereits von der Explosion gehört. „Ich bin ein bisschen geschockt“, sagt Fritzsche in eine Fernsekamera. Vor gut zwei Jahren hatte er sein Haus gleich in der Nähe verkauft, war aber Bankkunde in Vehlefanz geblieben. Das Paar erinnert sich noch genau an den Überfall auf die Filiale im Sommer 2011. „Ich war die letzte Kundin vor dem Täter“, sagt Veronika Weber.

Von Helge Treichel

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