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Voll behämmert: Comedy in der Provinz

Dittmar Bachmann gastierte in Kremmen Voll behämmert: Comedy in der Provinz

Mit seinem Programm „Voll behämmert“ war Comedian Dittmar Bachmann am Montagabend im Kremmener Theater „Tiefste Provinz“ zu Gast. Seine Erzählungen über den Baumarkt und Kinder-Mottopartys kamen sehr gut an. Allerdings hatte Bachmann diesmal auch mit Widrigkeiten zu kämpfen.

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Dittmar Bachmann (M.) mit Theaterchef Andreas Dalibor (l.) und seinen Mitarbeitern.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Er tanzt zu DJ Bobo, zu Scooter, Modern Talking, den Gangnam Style und am Ende auch noch den griechischen Sirtaki. „Ist überhaupt nicht anstrengend“, sagt er danach ins Mikrofon. Keuchend und nach Luft schnappend. Comedian Dittmar Bachmann sorgte am Montagabend im Kremmener Theater „Tiefste Provinz“ für einen unterhaltsamen Abend.

„Voll behämmert“ heißt sein aktuelles Programm, in dem sich viel um den Heimwerker Bachmann drehte. Und über Baumarkt-Besuche: „Man findet nichts, und man findet keinen, der was weiß“, erzählte er. Zu Hause, beim Tapezieren, seien die Frauen eindeutig belastbarer. „Sie können malern, nebenher telefonieren und mich anmeckern.“

Auch auch Kinder sind ein großes Thema für den 48-Jährigen. „Kinder sind wie Pupse, nur die eigenen lassen sich ertragen“, so Bachmann, der damit einen Lacher im Kremmener Publikum erntete. Er selbst habe mit sieben Jahren seinen ersten großen Kindergeburtstag feiern dürfen. „Ich durfte alle meine Freunde einladen – alle drei.“ Heutzutage müsse schon der erste Geburtstag ein Event sein. „Ich konnte da nur essen, kacken, schlafen und schreien.“ Früher sei bei Kindergeburtstagen „Blinde Kuh“ und „Topfschlagen“ gespielt worden, heute werden in solchen fällen ganze Mottopartys veranstaltet. „Spidermanpartys, Prinzessin-Lillifee-Partys und so weiter.“ Er bezeichnet diesen Trend als Gigantismus für Kinder.

Dittmar Bachmann als Bauarbeiter

Dittmar Bachmann als Bauarbeiter.

Quelle: Robert Tiesler

Dittmar Bachmann war nicht das erste Mal in Kremmen zu Gast, diesmal aber war die Stimmung nicht so komplett ausgelassen fröhlich wie bei seinem Gastspiel im März. Er musste ein wenig gegen die schlechte Stimmung einiger weniger Besucher ankämpfen, die wegen einer Gastropanne zuvor zu spät im Theater eintrafen – und weswegen das Programm auch verspätet begonnen hatte. „Das war harte Arbeit für ihn, aber er hat das klasse gemacht“, sagte eine Besucherin nach der Show.

Dittmar Bachmann kehrt offenbar gern immer wieder nach Kremmen ins Theater zurück. „Das ist ein Gefühl, als ob ich nach Hause kommen darf“, sagte auf der Bühne. Und hinterher im kurzen MAZ-Gespräch: „Das ist etwas, was ich wirklich sehr selten auf der Bühne sage.“ Deshalb will er auch im April des kommenden Jahres wiederkommen. Dann feiert das Theater im Scheunenviertel den zehnten Geburtstag, und Dittmar Bachmann hat schon zugesagt, zur Party zu kommen.

Von Robert Tiesler

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