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Vollsperrung auf der B 273

Baugeschehen in Oranienburg Vollsperrung auf der B 273

Bisher verlief es ziemlich ruhig an der Baustelle über den Stintgraben am Ortsausgang von Oranienburg. Nur im Berufsverkehr entstanden mal längere Warteschlangen an der Baustellenampel. In den Ferien allerdings müssen die Autofahrer lange Umwege in Kauf nehmen. Vom 20. bis 23. Oktober bleibt die B 273 an dieser Stelle komplett gesperrt.

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Die neue Brücke über den Stintgraben ist gegossen. Nun muss sie an die Straße angebunden werden.

Quelle: Foto: Andrea Kathert

Oranienburg . An der Baustelle auf der B 273 über den Stintgraben in der Nähe der Lehnitzschleuse am Ortseingang von Oranienburg rollt der Verkehr trotz Ampelregelung eigentlich recht flüssig. In der ersten Herbstferienwoche müssen die Autofahrer aber mit Einschränkungen rechnen. Von Dienstag, 20. Oktober, bis Freitag 23. Oktober, wird die B 273 an dieser Stelle voll gesperrt sein. Auch die kleine Straße nach Lehnitz, die Magnus-Hirschfeld-Straße, ist von der Sperrung betroffen. Auf die besagte Zeitspanne einigten sich die Straßenmeisterei Nassenheide und die zuständigen Baubetriebe auf einer Vor-Ort-Besprechung am Donnerstag.

„Wir mussten in die Ferienzeit ausweichen“, sagte Mathias Gorisch, Leiter der Straßenmeisterei Nassenheide. Auf der Strecke läuft der Busverkehr. Damit von den weiträumigen Umleitungen, die die Vollsperrung mit sich bringt, nicht auch noch der Schülerverkehr betroffen ist. Kraftfahrer, die sonst über Schmachtenhagen nach Oranienburg gekommen sind, müssen nun über Wensickendorf in Richtung Mühlenbeck fahren und am ersten Kreisverkehr nach Lehnitz abbiegen. Schwere Lkw werden noch weiträumiger umgeleitet, weil in Lehnitz eine Teilstrecke von einigen hundert Metern tonnagebegrenzt ist. Dort ist die Kampfmittelsuche noch nicht abgeschlossen.

Während der Vollsperrung wird die neue Brücke über den Stintgraben an die Straße angebunden. „Wir als Straßenmeisterei nutzen die Sperrung für die Sanierung der Mittelnaht der Straße“, sagte Mathias Gorisch am Donnerstag. Diese Reparaturen auf der B 273 einzutakten, gestaltete sich wegen des Busverkehrs immer sehr schwierig.

Die Brücke über den Stintgraben war im März abgerissen worden, weil sie größere Schäden aufgewiesen hatte. Das Land Brandenburg beauftragte die Firma Rask mit dem Ersatzneubau. Für Bauleiter Marco Röding ist es eine „recht unkomplizierte Baustelle“. Probleme gab es nur mit einem aktiven Telekom-Kabel, das verlegt werden musste. Acht Wochen Bauverzug waren die Folge.

Zu Beginn der Bauarbeiten hatte der Stintgraben noch Waser geführt, das angestaut wurde, bevor die Spundwände gerammt wurden. Das Grundwasser musste abgesenkt werden, weil die neue Brücke anderthalb Meter unter dem Wasserspiegel gegründet ist. Mit 14 Metern Breite ist das neue Bauwerk um etliches größer als das alte. Zehn Meter misst alleine der Durchlass unter der Fahrbahn. „Zusätzlich wird noch eine Otterberme angelegt“, erzählt der Bauleiter. Damit die Fischotter nicht über die viel befahrene Straße laufen.

Die Einfeldbrücke ist aus einem Stück gegossen. Etwa 300 Kubikmeter Beton hat sie verschlungen. Jetzt fehlen nur noch die Gehwege und die Fahrbahn.

Sowohl Straßenmeister Mathias Gorisch als auch Rask-Bauleiter Marco Röding glauben, dass der Termin Ende November zur Freigabe der kompletten B 273 gehalten wird.

Von Andrea Kathert

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