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Vom Hasenkopf bis zur Schweizer Orange

Edener Apfelfest Vom Hasenkopf bis zur Schweizer Orange

Das Edener Apfelfest war auch an diesem Sonntag wieder gut besucht. Regionale Händler boten ihre Waren feil, auch der ausrichtende Kulturverein stellte sich vor. Eine Attraktion war auch Apfel-Experte Hans-Georg Kosel, der den Besuchern verriet, welche Apfelbäume auf ihren Grundstücken stehen.

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Pomologe Hans-Georg Kosel bestimmte Apfelsorten.

Quelle: Foto: M. Paetzel

Oranienburg. Hasenkopf, Kaiser Wilhelm oder Altländer Pfannkuchenapfel – so hießen einige der Sorten, die Pomologe Hans-Georg Kosel auf seinem Tisch drapiert hatte. Der Experte vom Pomologenverein war beim alljährlichen Apfelfest in Eden am Sonntag erste Anlaufstelle für die Besucher. Die Schlange am Stand war voll mit Leuten, die ihre Früchte mitgebracht hatten, um sie bestimmen zu lassen.

Manuela und Bodo Güldemeister waren aus Hennigsdorf gekommen. Seit ein paar Monaten haben sie dort eine kleine Scholle mit drei Apfelbäumen. „Wir wollen wissen, wie lange wir die Apfelsorten im Keller lagern können“, sagt Manuela Güldemeister und reicht dem Pomologen die nächste Frucht. Mit festem Schnitt teilt er den kleinen roten Apfel. „Oh, da war schon jemand vor uns da“, sagt Kosel und zeigt auf die madige Stelle. So kann der Pomologe nicht bestimmen, um welchen Apfel es sich handelt. Etwa die Hälfte der zehn wichtigen Merkmale liegt in der Apfelmitte, doziert der Experte.

Immerhin: Die anderen beiden Äpfel, die die Hennigsdorfer am Sonntag mitgebracht haben, erkennt der Experte als Goldparamäne und Schweizer Orange. Zweitere, lernen die Güldemeisters, hält sich im Keller bis in den Januar hinein.

Auch die anderen Stände auf dem Hof der ehemaligen Mosterei waren gut besucht. Es gab Holzschmuck aus Ahrensfelde, Fruchtwein aus Klein-Mutz oder Würstchen vom Robustrinderhof in Freienhagen. Metallkünstler Jens Müller aus Neuruppin bot gar kunstvoll verzierte Fackeln an, in denen mit Rapsöl getränkte Klopapierrollen verbrannt werden können.

Viele der Händler sind jedes Jahr beim Apfelfest dabei, erklärt Evelin Pietzsch, Vorstandsmitglied vom Kulturverein Alte Mosterei Eden, dem Ausrichter des Festes. Das Geheimnis sei die Atmos-phäre. „Hier gibt es keine laute Musik, kein Bier und keine Streitereien“, sagt Pietzsch, die seit 1981 selbst eine 3000-Quadratmeter-Scholle in Eden bewohnt. Das Apfelfest ist neben dem Frühlingsfest jedes Jahr der Höhepunkt für den Verein. Vor vier Jahren hatte er sich gegründet, seitdem übernimmt er die Organisation des Festes. Auch die Gruppen des Vereins, die sich etwa mit Backen, Kochen und Geschichte beschäftigen, stellten sich beim Fest vor. Die Kochgruppe kredenzte vegetarische Leckereien für die Gäste.

Unterdesssen quetschte Wolgang Köhler im Akkord. Der Edener stand an einer alten Apfelpresse, den Saft konnten alle probieren. „Ist doch viel besser als das zuckrige Apfelsaft-Wasser aus dem Supermarkt“, so der Rentner. Kleine und große Tester nickten.

Von Marco Paetzel

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