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Oberhavel Vom Havelsportplatz ins Senatorenamt
Lokales Oberhavel Vom Havelsportplatz ins Senatorenamt
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14:49 11.07.2016
Illustre Runde: Promi-Talk-Gäste in der Klosterscheune. Quelle: Uwe Halling
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Zehdenick

Woher ihr soziale Ader kommt, weiß die frühere Senatorin für Arbeit und Frauen in Berlin, Gabriele Schöttler, ganz genau - vom Sportplatz in Zehdenick. Ihr Vater hatte sie oft zu den Heimspielen der Fußballer mitgenommen. Und wenn auf der Gästetribüne niemand war, der sein Team anfeuerte, stellte sie sich dort hin und bejubelte die Tore des Gegners. Bis die Fans ihrem Vater ans Herz legten, sie doch zu Hause zu lassen. Eher aus Unentschiedenheit blieb sie am vergangenen Freitag dem Fußballspiel zwischen dem SV Zehdenick und Union Berlin fern - als Mitglied der Eisernen konnte sie unmöglich die Zehdenicker anfeuern, in ihrer Heimatstadt wollte sie diesmal aber auch nicht lauthals für den Gast klatschen. So kam sie nach dem Abpfiff in die Klosterscheune und nahm als eine von vier Persönlichkeiten mit Zehdenicker Wurzeln im Podium des zweiten Promi-Talkabends im „Festjahr 800“ Platz. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Arno Dahlenburg und Gerhard Gabriel, Pfarrer i.R. Beide spielten sich und den Zuhörern derart galant die Bälle zu, als würden sie das jedes Wochenende zusammen tun. Welche Qualitäten Gerhard Langemeyer aus seiner Geburtsstadt mitnahm, um später als Oberbürgermeister von Dortmund Karriere zu machen, lässt sich nicht so leicht nachvollziehen. Bereits ein Jahr nach seiner Geburt 1944 brach die Familie mit fünf Kindern ins Emsland auf. Was sich aber durch die Erzählungen in sein Gedächtnis eingebrannt habe: täglich schob seine Mutter ihn im Kinderwagen vom Wohnort Mildenberg die Straße entlang zum Krankenhaus in der Havelstadt. Wären dort nicht Leute gewesen, die ihr und ihrem kranken Sohn geholfen hätten, wäre es zu dieser Karriere nie gekommen. Langemeyer regierte zehn Jahre lang eine Stadt, die für Stahl, Kohle und Bier stand und zu seinem Amtsantritt 1999 rund 570 000 Einwohner hatte. Den Verkauf des ehemaligen Westfalen-Stadions an Borussia Dortmund hebt er ebenso hervor wie die von ihm mit entwickelte Dortmunder Vision, mit der die durch den Strukturwandel verlorenen 80 000 Arbeitsplätze zurückgeholt worden seien.

Isa Jacobi hatte ähnlich wie Langemeyer keine Zeit, in Zehdenick groß zu werden und hier Kindheitserinnerungen zu sammeln. Ein Jahr nach ihrer Geburt zog die Familie weg, erst nach Dortmund, später nach Bremen. Nachdem sie mit ihrer Theatergruppe in Italien eine indische Tanzgruppe erlebte, sei es um sie geschehen gewesen. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erzählt sie. Sie ging nach Indien und studierte Kathakali, eine traditionelle Form des „Geschichtenspiels“. Mit dieser Kunstform war sie bereits zwei Mal in der Klosterscheune zu erleben. Eine Rückkehr in ihre Geburtsstadt, sagt Jacobi, könne sie sich durchaus vorstellen. Zumindest über den Sommer. Zehdenick sei eine charmante Kleinstadt. Das Lob gab auch Gerhard Langemeyer gerne weiter. Nach der Wende sei er das erste Mal gekommen, um zu sehen, wo seine Wurzeln liegen. 25 Jahre später habe Zehdenick einen unfassbar großen Sprung gemacht.

Der Vierte in der Promi-Runde, Hartmut Hornung, ist mit Zehdenick in Kontakt geblieben. Mehrere Ausstellungen waren dem Kunstprofessor hier bereits gewidmet.

Von Cindy Lüderitz

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