Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Vom Miniaturmodell zum Schreibtisch
Lokales Oberhavel Vom Miniaturmodell zum Schreibtisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:10 25.07.2016
Der pensionierte Möbeltischler Werner Pfeiffer kommt jedes Jahr, um sich die Ausstellung der Gesellenstücke der Tischler anzusehen. Quelle: Ulrike Gawande
Anzeige
Kremmen

„Das ist ein sauber gearbeitetes Kastendoppelfenster“, lobt Werner Pfeiffer aus Bötzow am Sonnabend bei der öffentlichen Ausstellung der Gesellenprüfstücke der Tischlerinnung Oberhavel. Der gelernte Möbeltischler ist nicht nur vom Fach, sondern auch regelmäßiger Besucher dieser Ausstellung in der Musikantenscheune.

„Es sind schöne Stücke“, so der Tischler, bereits seit 14 Jahren im Ruhestand. Besonders aber gefällt ihm eine massive Haustür mit Oberlicht aus Buntglas. „Die anderen Türen sind glatt. Diese aber hat viele Gehrungen, ist sehr handwerklich gearbeitet.“ Vor allem aber schätzt der Bötzower die Gespräche mit den Gesellen. Egal ob über Holz oder Veränderungen in der Ausbildung. So habe er 1956 noch einen dreitürigen Kleiderschrank mit Schwebetüren zu seiner Gesellenprüfung anfertigen müssen. Als Kundenauftrag.„Die Vorprobe war ein Nähtisch“, erinnert er sich.

Seitdem hat sich viel verändert. Die Bereiche Möbel- und Bautischlerei wurden in einer Ausbildung zusammengefasst. Zudem sind die Ausbildungsgruppen deutlich kleiner geworden. Gerade einmal vierzehn Lehrlinge aus den Landkreisen Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz haben sich gemeinsam der praktischen Prüfung gestellt, die alle bestanden haben. In der Theorie ist jedoch ein angehender Tischler durchgefallen, berichtet Innungsmeister Norbert Fischer. Als klein, aber fein bezeichnet er den Ausbildungsjahrgang. So gäbe es weit mehr freie Stellen als Bewerber. Die Freisprechung der Gesellen erfolge im September. Erst dann erfahren die Junggesellen die Noten für die Prüfungsstücke.

Eine Prüfungskommission aus Berufsschul-, Meister- und Gesellenvertretern hat die Gesellenstücke unter anderem in den Bereichen Verarbeitung, Maßhaltigkeit, Oberfläche und Idee nach einem Punktesystem bewertet. „Die Zeichnung für die Gesellenstücke machen die Gesellen selber“, erklärt Joachim Hoffmann, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses. So fließt auch die Umsetzung von Zeichnung zum Gesellenstück in die Bewertung ein. „Unser Prüfungssystem sollte abgeschafft werden, ist aber eine feine Sache. Die Gesellenstücke sind ein schönes Aushängeschild für die Junggesellen und für die auszubildenden Betriebe“, erklärt Hoffmann. „Man kann alles reinlegen, was man gelernt hat.“ Zwei Wochen hatten die Lehrlinge Zeit, ihr Prüfungsstück zu erstellen. Egal ob Tür, Fenster oder Möbelstück.

Christoph Stahnke aus Leegebruch, der in der Tischlerei Tinus in Oranienburg gelernt hat, entschied sich für eine schlichte Kiefernholztür mit Verglasung, die er grundiert und imprägniert hat. „Glas ist für den Lichteinfall und optisch schöner“, begründet der Junggeselle seine Wahl. Am größten sei seine Sorge gewesen, dass am Ende auch wirklich alles zusammenpasse. Es passte. Prüfung bestanden.

Bestanden hat auch Josef Schwuchow, in dritter Generation Tischler, der später in den Familienbetrieb einsteigen möchte. Der Strodehner hat seine Ausbildung in der Tischlerei Kaatzsch (Neuruppin) gemacht. Als Gesellenstück fertigte er einen Schreibtisch aus Mahagonifurnier. Nach dem Miniaturmodell des Kunden. Im Großvaterstil mit vielen Schubladen aus Vollholz. Viele Überstunden stecken in dem Tisch, den der junge Mann nun am liebsten behalten würde.

Von Ulrike Gawande

Früher waren Sporttaucher und Naturschützer wie Feuer und Wasser – jetzt engagieren sie sich gemeinsam für den Schutz von Seen. Was bislang vor allem im Naturpark Stechlin funktionierte, soll landesweit Schule machen. Eine Vereinbarung über gemeinsame Tauchgänge wurde am Sonnabend in Neuglobsow geschlossen.

24.07.2016
Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 24. Juli - Nieder Neuendorf: Einbrecher auf Baustelle

Bereits zum zweiten Mal schlugen Freitagnacht Einbrecher auf der Baustelle in Nieder Neuendorf zu. Sie brachen unter anderem mehrer Baucontainer und zwei Bauwagen auf. Die Kriminalpolizei ermittelt nun. Bereits vor einer guten Woche hatten Einbrecher auf der Baustelle zugeschlagen.

25.07.2016

Nur kurze Zeit war die Freude über die Eröffnung des Langen Trödels ungetrübt. Nachdem die ersten Schiffe gefahren waren, meldeten die Bootsführer Probleme. Seit zwei Wochen dürfen nur noch Boote mit einem Tiefgang von maximal 80 Zentimetern und mit höchstens vier Km/h den Kanal befahren. Taucher bergen Totholz und so genannte Grundgänger aus der Fahrrinne.

22.07.2016
Anzeige