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Oberhavel Vom Spaß am Lernen
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21:41 23.08.2016
Kinder während eines Workshops bei der Ferienuni in Oranienburg im vergangenen Jahr. Quelle: Stadt Oranienburg
Hohen Neuendorf

Sie ist mittlerweile im Ferienprogramm von Oberhavel nicht mehr wegzudenken: die Ferienuni Oberhavel. Sie findet dieses Jahr bereits zum 7. Mal statt und wird vom 24. bis 28. Oktober in Hohen Neuendorf an der Waldgrundschule in der Waldstraße 3 angeboten.

Vier Städte haben dafür eine Kooperation gebildet und führen die Ferienuni abwechselnd durch _ Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Oranienburg und Velten. Entstanden war die Idee 2009 in Hennigsdorf, die Schülerin Tabata Uhrig hatte während einer Kinderkonferenz den Wunsch geäußert, ein solches Ferienangebot einzurichten. An der allerersten Ferienuni in Hennigsdorf nahmen im Jahre 2010 insgesamt 210 Kinder und Jugendliche teil. Im vergangenen Jahr in Oranienburg waren es schon 300 Teilnehmer.

Der Reiz der Oberhaveler Ferienuni _ ein vom Bundesbildungsministerium ausgezeichnetes Bildungsprojekt _ liegt im selbstbestimmten Lernen. „Die Kinder sind stolz, für sich alleine die Entscheidung zu treffen, welche Workshops sie besuchen wollen. So ein bisschen wie an der Uni, wo man sich für Vorlesungen einschreibt,“ erklärt Kerstin Husarzewsky, Fachbereichsleiterin Soziales in der Stadtverwaltung Velten.

Hohen Neuendorfs Bürgermeister Steffen Apelt, der zum ersten Mal die Ferienuni als ausrichtender Ortschef erlebt, zeigte sich gestern bei der Vorstellung des Vorlesungsverzeichnisses erstaunt, „was da thematisch alles gestemmt wird“. 21 Dozenten bieten 26 Kurse an. Schwerpunkt sind in diesem Jahr ökologische Themen, es geht um Klimawandel und Tiere in der Natur. Doch die Kinder werden auch in die Welt der Düfte und Aromen entführt. Neu ist das Angebot einer Veltener Künstlerin, mit Lehm zu arbeiten und ein eigenes Lehmbild zu formen. Aber auch ein Schauspielworkshop dürfte Interessenten finden. Eine ausgebildete Schauspielerin für Film und Fernsehen bietet Übungen zu den Themen Körper, Stimme, Atem, Emotion und Bühnenpräsenz an.

Die Organisatoren halten auch in diesem Jahr an der bewährten Struktur fest. Der Teilnahmebeitrag beträgt pro Tag einen Euro. Wer mehrere Kurse am Tag besucht und in der Waldschule Hohen Neuendorf gleich essen möchte, kann für 2,25 Euro zu Mittag essen.

Gut angenommen wird auch jedes Jahr das Elterncafé. Hier können sich die Eltern, die während einer Vorlesung auf ihr Kind warten, mit Pädagogen oder anderen Eltern unterhalten kommen. Außerdem wird auf Wunsch der Film gezeigt „Wege aus der Brüllfalle“. Hier geht es um wertvolle Tipps für Eltern, wie man in kritischen Situationen mit den Kindern nicht gleich aus der Haut fährt.

Eines ist die Ferienuni nicht: ein festes Betreuungsangebot während der Ferien ähnlich einer Hortbetreuung. „Die Kinder können gehen, wenn es ihnen langweilig werden sollte“, erklärt Andreas Witt, Jugendkoordinator der Stadt Hohen Neuendorf, der in diesem Jahr den Hut für die Ferienuni auf hat. Das sei ja gerade der Reiz der Ferienuni, frei zu entscheiden, was man lernen wolle. „Der Spaß am Lernen“, verdeutlicht Witt.

Jede ausrichtende Stadt berappt 8000 Euro für die Ferienuni. Sollte das nicht reichen, haben die anderen drei Städte „kleine Puffer“ dafür in ihren Haushalten eingerichtet, sagt Kerstin Husarzewski.

Der Run auf die Vorlesungen beginnt am 5. September, ab dann können sich Kinder von 8 bis zwölf oder 13 bis 18 Jahren anmelden. Die Jugendlichen machen jedoch meist als ehrenamtlich tätige Betreuer mit. Wer die Anmeldung verpasst, sollte einfach im Oktober zur Ferienuni fahren und schauen, ob noch Plätze frei sind.

Von Marion Bergsdorf

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