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Oberhavel Von Hennigsdorf nach Hongkong
Lokales Oberhavel Von Hennigsdorf nach Hongkong
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02:15 16.11.2015
Mitarbeiterin Gabriele Krienke sortiert die Sendungen nach ihrer Größe. Langweilig wird das nie, sagt die Postmitarbeiterin. Quelle: Foto: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

„Hongkong“ steht auf einem der Briefumschläge, die in einer meterlangen Sortiermaschine liegen. „Das ist Post vom Weihnachtsmann in Himmelpfort, die an Kinder auf der ganzen Welt geht“, sagt Schichtführer Horst Zeising mit Augenzwinkern. Er steht in der Halle des Briefzentrums Berlin-Nord, auf rund 8400 Quadratmetern surren hier Sortieranlagen, Anschriftenlesemaschinen, Förderbänder.

Ein paar Schritte weiter, in einer anderen Ecke der Halle, klaubt Gabriele Krienke in rasender Geschwindigkeit Briefe vom Band und sortiert sie nach der Größe. Klein, groß und Postkartenformat. Die Briefe pfeffert sie auf Förderbänder und in einen Wagen, bevor Maschinen prüfen, ob eine Briefmarke vorhanden ist und die Sendungen einen Stempel bekommen. Die zierliche Frau mit den weißen Arbeitshandschuhen macht das in jeder ihrer Schichten, seit mittlerweile gut 20 Jahren. „Wird aber nie langweilig. Man weiß ja nie, wie viele Brief kommen und wann genau“, sagt die Frau aus Birkenwerder.

Durchschnaufen ist nicht, denn da kommt schon ein Kollege, der einen weiteren Wagen mit Briefen aufs Förderband kippt. So geht das bis 22 Uhr. Gerade jetzt zu Weihnachten mache es mehr Spaß, weil die Briefe zum Fest hin immer bunter werden, sagt Gabriele Krienke. Bis zu 2,25 Millionen Sendungen täglich bearbeiten Krienke und ihre 480 Kollegen im Hennigsdorfer Briefzentrum jedes Jahr vor dem Fest. Dann läuft der Betrieb an seiner Kapazitätsgrenze. „Da spürt man abends schon, was man getan hat“, sagt die Briefordnerin.

Von den Maschinen, die bei der Eröffnung vor 20 Jahren in der Halle im Walter-Kleinow-Ring standen, ist heute kaum eine übrig geblieben. Viele Handgriffe von einst übernehmen im Briefzentrum Berlin-Nord heute Maschinen. Ein Kameraauge prüft Adressen auf den Karten und Briefen, pro Stunde schafft es rund 40 000 Stück. Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort wandelt eine Maschine dann in einen orangenen Strichcode um.

Die Technik hat die Effizienz gesteigert, erklärt Tina Birke, Sprecherin der Deutschen Post. Kamen vor 20 Jahren noch rund 80 Prozent der Briefe nach dem Einwurf am nächsten Tag beim Empfänger an, sind es heute etwa 95 Prozent. Eine sogenannte Gangfolgemaschine in der Posthalle sortiert die Briefe so genau, dass der Briefträger sie in der Reihenfolge in der Tasche hat, in der er die Straßen abläuft.

Im Hennigsdorfer Briefzentrum werden die Postleitzahlenregionen 13 und 16 bearbeitet, das umfasst den ganzen Norden Berlins und Brandenburgs. Von Hohenschönhausen über den Wedding bis Spandau, von Oberhavel bis zu Prignitz und Uckermark. Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl der Briefe verringert, sagt die Post-Sprecherin. „Viele Leute kommunizieren heute per Mail oder Whatsapp, das ersetzt die Briefpost zum Teil“, so Tina Birke. Mehr als 80 Prozent der Briefe seien heute geschäftlicher Natur, also etwa von Versicherungen, Banken, Behörden oder Anwälten.

Hennigsdorf sei ein günstiger Standort, weil er in der Mitte der Postleitzahlenregion liege und nah an der Autobahn sei. „Hier kommen die Transporter aus Kiel, Dresden oder Leipzig gut an“, so Tina Birke. Für das Weihnachtsgeschäft stellt die Post deutschlandweit rund 10 000 Helfer ein. Wer motiviert ist, kann Gabriele Krienke und ihren Kollegen in Hennigsdorf also beim Briefesortieren helfen.

Von Marco Paetzel

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