Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Von Marlene bis Janis Joplin

Kremmen Von Marlene bis Janis Joplin

Mehr als 1000 Besucher pilgerten am Sonnabend zur elften Bluesnacht ins Kremmener Scheunenviertel. Das Musikangebot war vielfältig und reichte von der Waldi-Weiz-Band in der Scheune „Einfach schön“ bis zu Marlene-Dietrich-Klassikern in der Spargelscheune.

Kremmen 52.7621246 13.0286244
Google Map of 52.7621246,13.0286244
Kremmen Mehr Infos
Nächster Artikel
Katja Ebstein ist nicht mundtot zu machen

In der Musikantenscheune trafen sich die Tanzfans, die zu Hits von Janis Joplin der Berliner „Bluewater Rock´n Blues Band“ die Tanzfläche eroberten.

Quelle: Foto: UG

Kremmen. Sie bekäme eine Gänsehaut bei dem Gedanken nun auch ein Teil der Bluesnacht zu sein, verrät lächelnd Conny Nowak, die ihre Galerie-Scheune „Einfach schön“ erst vor neun Monaten im Scheunenviertel Kremmen eröffnet hat.

„Es ist eine große Ehre, aber gleichzeitig auch selbstverständlich, bei der Bluesnacht dabei zu sein“, so die Galeristin, die mit der Waldi-Weiz-Band eine Blueslegende zu bieten hatte. „Sonst ist er immer im Coldehörn aufgetreten, doch die sind in diesem Jahr nicht dabei, also haben wir bei Weiz angefragt.“ Das sei völlig unkompliziert gewesen, verrät Conny Nowak, Weiz habe sofort zugesagt. Ein Glücksgriff für Bluesnacht-Neuling Nowak: „Er hat schließlich deutlich mehr Bluesnacht-Erfahrung als wir. Es ist ein einfach schöner Abend.“ Und schon ist die quirlige Galeristin wieder unterwegs, um ihre Gäste, die zwischen riesigen Fotos und Gemälden sitzen, mit Getränken zu bedienen.

Schon seit Jahresbeginn waren alle 80 Plätze in Nowaks Scheune Nummer 30 ausverkauft. Insgesamt wurden 1000 Tickets für die zehn teilnehmenden Scheunen verkauft. Die Bluesnacht, die 2007 in der Theaterscheune „Tiefste Provinz“ von Andreas Dalibor ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem Selbstläufer entwickelt. „Das ist einzigartig in Brandenburg und die Leute fasziniert es“, begeistert sich auch Detlef Reckin, Vorsitzender der Kremmener Stadtverordneten.

Die Gäste genießen vor allem die Möglichkeit, von einer Scheune zur nächsten zu wechseln und so diverse Bands hören zu können. „Wir mögen die Atmosphäre des Scheunenviertels und die verschiedene Musik. Wo uns die gefällt, bleiben wir länger“, verrät Familie Anke aus Schwante, die bereits zum dritten Mal bei der Bluesnacht sind. In diesem Jahr starten sie bei rockigem Acoustic-Blues der Slide Riders in Scheune 29. „Hier war noch Platz, alles andere war ausverkauft.“

Wie auch die 110 Plätze in der Spargelscheune, in der Marlena Uzieblo aus Oberhavels polnischem Partnerkreis Siedlce mit ihrer Band „The Blue Angel“ eine Hommage an ihre Namensvetterin Marlene Dietrich auf die Bühne zaubert. Östlich von Warschau sei die deutsche Sprache exotisch, erzählt die Sängerin, die ihren Namen erhalten hat, weil ihr Vater ein großer Fan von Marlene Dietrich war. Egal ob „Oh Johnny“, „Ich bin die fesche Lola“ oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, die Zuschauer sind begeistert, auch wenn Dietrichs Hits nicht vordergründig als Blues einzustufen sind.

Wer echten Blues suchte, erlebte in der Bikerscheune „Um´s Luch“ mit Mundharmonika-Virtuosin Katherine Baloun, geboren in Texas, Blues auf allerhöchstem Niveau.

Von Ulrike Gawande

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg