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Oberhavel Von Picasso bis van Gogh
Lokales Oberhavel Von Picasso bis van Gogh
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17:14 25.10.2016
Die kleinen Künstler malten unter anderem Bilder von Matisse, Hundertwasser und Picasso. Quelle: Torsten Müller
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Hennigsdorf

Es sind klangvolle Namen, denen derzeit die Besucher des Bürgerhaus Alte Feuerwache in Hennigsdorf begegnen. Motive von Vincent van Gogh, Henry Matisse, Franz Marc, Pablo Picasso oder Friedensreich Hundertwasser hängen an den Wänden. Aber es sind nicht die Originale der großen Meister. Es sind Kinderzeichnungen, die sich mit Mut zur freien und fantasievollen Adaption an die hehre Kunst heranwagen.

Die Ausstellung „Kinder malen Künstler“ zeigt Arbeiten von rund einem Dutzend Mädchen und Jungen des Malkurses aus dem Hort „Pfiffikus“. Seit gut drei Jahren schart Horterzieherin Sabine Tyaden Schüler der 2. bis 4. Klasse der Hennigsdorfer Grundschule Theodor Fontane um sich, um deren Lust auf Farben, Formen und Figuren mit dem notwendigen handwerklichen Rüstzeug zu untersetzen. „Wir beschäftigen uns mit den Maltechniken, wir üben das genaue Betrachten von Gesichtern und Körpern und wir gehen immer wieder mit Mal- und Skizzenblock in Ausstellungen, um uns mit der professionellen bildenden Kunst auseinander zu setzen“, beschreibt die Kursleiterin den Gruppenalltag.

Aus diesen Bildbetrachtungen ist die Idee für die Ausstellung erwachsen. Denn die Arbeiten in den Museen sind für die Kinder im besten Sinne des Wortes Vorbilder, an denen sie ihr Auge schulen und aus denen sie Inspirationen für den eigenen Pinselstrich herausziehen. Beeindruckend, wie da zum Beispiel aus einem verspielten Hundertwasser-Gebäude ein lebensfrohes Gesicht erwächst, wie Licht und Landschaft in der Manier von van Gogh ineinanderfließen oder wie stimmig schon die Proportionen der Frauenfiguren eines Matisse sind. Dass der Anspruch des Hennigsdorfer Pfiffikusse schon weit über das Stadium von naiver Kindermalerei mit grüner Wiese und gelben Sonnenstrahlen hinaus geht, zeigen auch die Picasso-Frauenporträts, die sich aus farbenfroher Formenvielfalt zusammensetzen.

Für die Mädchen und Jungen der Malgruppe ist die Ausstellung die erste Gelegenheit, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir hier ausstellen dürfen“, sagt zum Beispiel Fünftklässlerin Kiana Rothfuss, die fast drei Jahre dabei war und nun aus Altersgründen der Gruppe entwachsen ist. „Ich habe viel gelernt über die verschiedenen Phasen von hell und dunkel, über Licht und Schatten oder über das Mischen von Farben. Ich werde auf alle Fälle weitermachen.“

Das gilt auch für die Pfiffikus-Malgruppe, zu der regelmäßig wieder neue Talente aus den jüngeren Klassenstufen hinzustoßen. Auch sie werden sich, wenn sie soweit sind, wieder öffentlich zeigen können. Denn Monika Tansina, die Fachdienstleiterin Kultur der Hennigsdorfer Stadtverwaltung, hat schon zugesagt, dass es weitere Ausstellungen der kleinen Künstler geben soll.

Von Torsten Müller

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