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Von der Elternarbeit zum Bürgermeisteramt

Neuer Bürgermeister in Birkenwerder: Stephan Zimniok im Gespräch Von der Elternarbeit zum Bürgermeisteramt

Stephan Zimniok von der Wählergruppe Bürger im Fokus (BiF) ist am 10. Mai zum neuen hauptamtlichen Bürgermeister von Birkenwerder gewählt worden. Jetzt hat der 41-Jährige seinen Dienst angetreten. Die MAZ hat mit ihm über sein politisches Wirken und seine Pläne gesprochen. 

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Stephan Zimniok unmittelbar nach Bekanntgabe des Stichwahl-Ergebnisses.

Quelle: Roeske

Birkenwerder. Stephan Zimniok ist der neue Bürgermeister von Birkenwerder. Seine offizielle Amtseinführung wird nach den Worten von Gemeindevorsteherin Kerstin Villalobos (SPD) in einer Sondersitzung der Gemeindevertretung am 4. Juni stattfinden (Beginn: 18.30 Uhr im Ratssaal).

Wie war Ihr erster Tag im Rathaus, Herr Zimniok?

Stephan Zimniok: Sehr angenehm. Die Begrüßung war sehr herzlich und aufrichtig. Das Büro war mit Blumen und einer kleinen Aufmerksamkeit versehen.

Was war Ihre erste Amtshandlung?

Zimniok: Die Anweisung der Monatsgehälter für den Monat Juni.

Noch mal zurückgeblickt: Für Birkenwerder hätte die Wahl nicht besser laufen können! Die Gemeinde hat jetzt einen frischen Verwaltungschef und muss auf den bisherigen, amtierenden, versierten Verwaltungsmann nicht verzichten ‒ Jens Kruse, Ihren Herausforderer. Bilden Sie jetzt ein Dreamteam für Birkenwerder?

Zimniok: Wir haben uns vor seiner Aufstellung unterhalten und gegenseitigen Respekt und vor allem Fairness für den Wahlkampf zugesagt und auch eingehalten. Ich schätze die Erfahrungen von Jens Kruse und habe Respekt vor seiner jetzigen Situation. Allerdings kann ich keine negativen Auswirkungen des Wahlkampfes und der Entscheidung der Bürger erkennen. Ich erfahre viel Offenheit und jedwede Unterstützung. Das gilt im Übrigen für alle Mitarbeiter, die ich bisher getroffen habe.

Welche vordringlichen Aufgaben wollen Sie jetzt anpacken?

Zimniok: Das ist ein sehr umfangreiches Thema. Zunächst möchte ich mir ein Bild vom Tagesgeschäft machen, um innerhalb der Verwaltung auch ein wenig zu entlasten. Politisch geht es mit den Themen des Wahlkampfes weiter, also mit Haushalt, Ortsmittenentwicklung, Transparenz und Bürgernähe. Ich plane eine Informations- und Beteiligungsplattform.

Auf der politischen Tagesordnung steht aktuell die Haushaltsdiskussion für 2015. Ist die Gemeinde derzeit überhaupt handlungsfähig?

Zimniok: Handlungsfähig in jedem Fall. Leider sind aber durch den fehlenden Haushalt die Mittel für Investitionen nicht autorisiert. Allerdings hoffe ich, dass die Gemeindevertreter den Haushalt in naher Zukunft verabschieden. Dafür waren einige Sondersitzungen nötig. Deshalb möchte ich mich für den langen Atem und das Engagement der Gemeindevertreter auf diesem Wege ausdrücklich bedanken. Danke auch an die Kassenleiterin, Doreen Zeuch, die mit Unterstützung der Kämmerin aus Glienicke den Haushalt mit viel Aufwand vorbereitet hat und weiß, dass nach dem Haushalt auch wieder vor dem Haushalt bedeutet. Sie wird sich nach dem Beschluss direkt mit dem kommenden Haushalt auseinandersetzen und ich hoffe, dass wir den in diesem Jahr rechtzeitig beschließen.

Sie sagten, dass sie über die Elternarbeit in der Schule zur Kommunalpolitik kamen. Wie konnte sich das derart hochschaukeln, dass Sie nun Bürgermeister sind?

Zimniok: Ich finde hochgeschaukelt ist etwas übertrieben formuliert. Die Einwohner haben sich parteiliche und vielleicht auch politische Unabhängigkeit gewünscht. Dass mich mein Weg bis ins Bürgermeisterbüro führt, hätte ich vor einem Jahr jedoch auch nicht gedacht.

Welche Auswirkungen der kommunalpolitischen Tätigkeit erwarten Sie auf Ihr Familienleben?

Zimniok: Das ist schon gut absehbar. Der Terminkalender füllt sich wie von allein. Allerdings ist mir der Begriff Zeitmanagement nicht fremd ‒ und bei guter Einteilung sollte etwas mehr Zeit sein als vorher. Ein Vorteil besteht darin, dass die Arbeitsstelle in nur drei bis fünf Minuten mit dem Rad erreichbar ist. Bei passender Planung macht das auch mal eine Stippvisite bei der Familie möglich. Es ist schon eine enorme Umstellung, aber das wusste ich ja vorher.

Könnten Sie wieder in Ihren Beruf und Ihre Berliner Dienststelle zurückkehren?

Zimniok: Nach dem Sieg in der Stichwahl habe ich mit meinem Dienstherrn eine Vereinbarung über den möglichen Wiedereintritt geschlossen. Diese ermöglicht mir die Wiedereinstellung nach einer Amtszeit als Bürgermeister. Die Rückkehr auf die alte Dienststelle wird wohl vom Bedarf in acht Jahren abhängig sein. Jetzt konzentriere ich mich aber auf mein Amt in Birkenwerder und hoffe, in acht Jahren auf eine erfolgreiche Zeit für unsere Gemeinde zurückblicken zu können.

MAZ

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