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Oberhavel Von der Liebe zum Papier und der Kultur des Schreibens
Lokales Oberhavel Von der Liebe zum Papier und der Kultur des Schreibens
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07:00 22.09.2015
Manuela Menzel (l.) und Karin Muschalik zeigen handgeschöpftes Geschenkpapier. Quelle: Marion Bergsdorf
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Oranienburg

Es war eine Fügung. Wenn Karin Muschalik, Inhaberin des Ladens „Schreibwaren am Bahnhof“ in der Stralsunder Straße, und Manuela Menzel in einen Katalog schauen, dann kreuzen sie dieselben Dinge an, die sie bestellen wollen. Im Juni dieses Jahres fragte Menzel, langjährige Kundin des Ladens, die Inhaberin, wie lange sie denn noch arbeiten wolle. Warum sie das schon zum zweiten Mal frage, wollte Muschalik wissen. Da offenbarte ihr die 44-jährige pharmazeutische Assistentin, dass sie diesen Laden liebe und sich gerne selbstständig machen würde. „Na dann sofort“, bot ihr die 60-jahrige Inhaberin an. Diese trug sich schon länger mit dem Gedanken, aufzuhören, um mehr Zeit für ihren Partner und die Enkelkinder zu haben. Doch sie wollte eine Nachfolgerin finden, die den Laden ebenso liebe wie sie selbst.

Karin Muschalik ist ein Oranienburger Original. Immer gut drauf, quirlig und oft herzhaft lachend. Und sie liebt „Sachen aus Papier“. Schon als Kind schaute sie gerne in einen kleinen Schreibwarenladen an der heutigen Bernauer Straße hinein. „Sehen und anfassen“, handgeschöpftes Papier zum Schreiben, ein Notizheft mit einem sich wunderbar anfühlenden Ledereinband, das sind Dinge, bei denen ihr Herz aufgeht. Dazu eine schöne Kerze und der Duft eines japanischen Duftstäbchens. „Wenn ich hier reinkam, fühlte ich mich gleich wohl. Dazu stets ein Schwatz am Rande. Es war immer einmalig hier“, erzählt Manuela Menzel.

Sie übernimmt zum 1. Oktober den Schreibwarenladen von Karin Muschalik und nennt ihre Geschäftsphilosophie „Schreiben und schenken“. Sie möchte, dass die „Kultur des Schreibens“, die ihre Vorgängerin immer gepflegt hat, erhalten bliebt. Deshalb wird sie zum Jahresende den Laden etwas umgestalten. Sie will eine gemütliche Sitzecke einrichten, in der die Besucher gleich mal eine Karte schreiben können. Die Briefmarken soll es ebenfalls im Laden geben. Und wenn gewünscht, will Manuela Menzel die geschriebenen Karten zur Post bringen.

„Hallo Manuela“, begrüßt Karin Muschalik eine Kundin. Diese kauft ein Notenheft und unterhält sich lebhaft mit Muschalik. Auf die Frage, warum sie gerade hier einkaufe, sagt die Kundin Manuela Flade: „Weil ich keine Ahnung von dem ganzen Schulzeugs habe und hier immer gut beraten werde.“

Die individuelle Beratung und den persönlichen Kontakt zu den Kunden bezeichnet Muschalik als Erfolgsrezept ihres Ladens. Und dass sie auf das Hochwertige setze, wie zum Beispiel Dresdener Feinpapier. Bei ihr gebe es außerdem eine Ersatzfeder für einen Füller, ein Farbband für eine Schreibmaschine sowie Siegel und Siegellack _ Schreibkultur eben. Seit drei Jahren, freut sich Muschalik, habe das Schreiben von Grußkarten wieder sehr zugenommen.

Nachfolgerin Manuela Menzel will die Produktpalette erweitern und bestellt gerade schöne Dinge zum Basteln. So zum Beispiel Mobile für Kinderzimmer. Das sind von der Zimmerdecke herabhängende Windspiele.

Karin Muschalik wird gerne mal im Laden aushelfen. Ansonsten freut sie sich auf „das volle Leben“. Dazu gehört auch das Malen. Papier und Farben sind eben ihre Leidenschaft.

Von Marion Bergsdorf

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