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Oberhavel Von der Lücke im Zaun zum Portal
Lokales Oberhavel Von der Lücke im Zaun zum Portal
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00:21 30.09.2017
Die Kinder und Mitarbeiter der Kita „Pusteblume“ freuen sich mit Heidi Wurm (hinten, 3.v.l.) und Kita-Leiterin Marina Ackerschewski (hinten, r.) über ihren neuen Eingangsbereich. Quelle: Nadine Bieneck
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Hohen Neuendorf

Jubel bei den Kindern und Erziehern der Kita „Pusteblume“ in Hohen Neuendorf. Die Knirpse nahmen gestern den neuen Eingangsbereich ihrer Kita offiziell in Besitz. Ein Eingangsportal mit großen bunten, in Mosaik verfassten Lettern, angebracht auf einem robusten Eichenbrett, begrüßt zukünftig Eltern, Kinder und Gäste beim Betreten der Anlage. Verziert wird das Portal zusätzlich von einer stilisierten Pusteblume, die von Kunstschmied Holger Bannert aus Birkenwerder aus Eisen angefertigt wurde. „Toll, dass wir nach so langer Zeit endlich einen richtigen Eingang haben“, war Kita-Leiterin Marina Ackerschewski glücklich über den neuen Zugangsbereich zum Kita-Gelände. „Jetzt sieht man schon von der Straße aus gleich, dass hier eine Kita zu Hause ist. Vorher hatten wir dort sozusagen nur eine Lücke im Zaun. Mit dem neuen Eingangsportal fühlt man sich sofort willkommen geheißen.“ Zudem sei das bunte Portal „identitätsstiftend“.

Bunte Mosaike begrüßen die Gäste der Kita „Pusteblume“ ab sofort. Quelle: Nadine Bieneck

Entstanden ist das farbige Gesamtkunstwerk durch viele Hände. Federführend dabei: Kunsttherapeutin Heidi Wurm. Die 46-Jährige arbeitet seit mehreren Jahren für verschiedene Projekte mit dem Team der „Pusteblume“ zusammen. Der neue Eingangsbereich war eine große Aufgabe für die Hohen Neuendorferin. „Wir wollten etwas Buntes schaffen. Etwas, bei dem deutlich wird, dass die Kinder daran mitgearbeitet haben. Daher die Idee mit den Mosaikbuchstaben.“ Angefertigt wurden die Kunstwerke im Rahmen des Sommerfestes der Kita. „Kinder, Eltern und auch die Mitarbeiter waren mit Feuereifer dabei“, berichtet Heidi Wurm.

Die Kinder ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Quelle: Privat

Sie habe die Einzelstücke nach der Fertigstellung zusammengeführt und mit Hilfe von Tischler Theo Hoffmann aus Hohen Neuendorf auf der robusten Eichenplatte angebracht, die nun über dem Eingangstor der Kita hängt. Veredelt wird diese von einer metallenen Pusteblume, die Holger Bannert geschaffen hat. „Zuerst gab es eine Zeichnung davon, ich habe meine Ideen zu Papier gebracht. Ich bin unglaublich froh, dass ich Holger Bannert anschließend für die Umsetzung der Skulptur gefunden habe. Er hat die Zeichnung toll umgesetzt. Die Skulptur ist ein Traum“, sagt Heidi Wurm. „Die Blüte stellt das Aufwachsen der Kinder in der Kita dar. Irgendwann, wenn sie alt genug sind, fliegen sie dann in die Welt hinaus. Ein schönes Symbol.“

Eltern stemmten Großteil der Finanzierung

Marina Ackerschewski nickt zustimmend. Bis das Gesamtkunstwerk fertiggestellt war, galt es allerdings noch einige Hürden zu nehmen. „Vor allem die Finanzierung musste im Vorfeld geklärt werden. Das war gar nicht so einfach“, berichtet sie. „Ein großes Lob möchte ich an dieser Stelle an die Eltern unserer Kinder aussprechen. Sie haben sich enorm engagiert und den Großteil des notwendigen Betrags durch Spenden und Aktivitäten zusammengetragen.“ Insgesamt galt es, 2200 Euro zu stemmen. 1800 Euro stellten am Ende die Eltern bereit, der restliche Betrag wurde durch weiteren Spenden und Sponsoren aufgebracht.

„Alle Kinder sind Glitzerfans“

„Uns war es wichtig, dass man am Ende sieht, dass die Kinder sich direkt selbst an der Umsetzung des neuen Bereiches beteiligt haben“, erklärt Heidi Wurm. Mit eigenen Händen etwas zu schaffen, wachsen zu sehen und schließlich das Ergebnis, das erzeuge zudem auch einen Lerneffekt. Begeisterung fand bei den drei- bis sechsjährigen Nachwuchskünstlern vor allem das verwendete Glitzermaterial der Mosaiksteine. Kein Wunder: „Alle Kinder sind Glitzerfans“, weiß Expertin Marina Ackerschewski.

Kunstschmied Holger Bannert fertigte die Skulptur der namensgebenden Pusteblume an. Quelle: Privat

Das nächste Projekt haben Heidi Wurm und Marina Ackerschewski bereits im Auge. „Ein ebensolches Eingangsschild für die Kinderkrippe wäre schön. Das wäre dann eine runde Sache.“

Kita „Pusteblume“ in Hohen Neuendorf

Gegenwärtig besuchen 118 Kinder im Alter von 0 Jahren bis zum Schulalter die Krippe und Kita „Pusteblume“ in der Heinersdorfer Straße in Hohen Neuendorf.

Erbaut und fertiggestellt wurde die Einrichtung 2005. Die Eröffnung fand am 1. Januar 2006 statt. Der Krippenbereich wurde am 1. August 2013 fertiggestellt. Träger ist die AWO.

Die Kita ist eine Konsultationskita für Fachkräfteausbildung. Sie ist offen für Konsultationen und Beratungsanfragen anderer Einrichtungen.

Das eingeschossige Gebäude verfügt über eine große Außenanlage mit Garten und Holzspielgeräten.

Von Nadine Bieneck

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