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Vorerst tut sich nichts hier

Oranienburg Vorerst tut sich nichts hier

Eigentlich wollte Porta Möbel an der Friedensstraße eine neues Einrichtungshaus bauen. Doch die Stadtverordneten waren anderer Auffassung und schmetterten das Vorhaben erst mal ab. Die Oranienburger können also vorerst weiter auf der Fläche ihre Trödelmärkte abhalten.

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Statt neuen Möbeln werden hier wohl weiter nur alte Möbel beim Trödelmarkt gehandelt.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Die Möbelkette Porta möchte im Oranienpark neu bauen und ein Einrichtungshaus für gehobene Ansprüche errichten. Die Stadtverordneten möchten das offenbar nicht. In ihrer jüngsten Sitzung stimmten sie gegen den Antrag des Investors, der einen Bebauungsplan aufstellen wollte. Nur die SPD-Fraktion sprach sich für die Pläne aus. Linke und Grüne stimmten dagegen. Die Mitglieder der CDU-Fraktion enthielten sich der Stimme.

Ralf Bujok (Linke) verwies auf das Bauverbot innerhalb eines Streifens von 50 Metern entlang von Wasserstraßen. Dazu gebe es einen entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. „Wir treten oft über diesen Beschluss hinweg.“ Das sei vorsätzliches Arbeiten gegen die Stadtverordneten, weil mit dem Investor in diesem Sinne nicht verhandelt wurde. Baustadtrat Frank Oltersdorf erwiderte: „Es gibt bisher nur eine grobe Überlegung des Investors, wir bestimmen heute nur über den Aufstellungsbeschluss und noch nicht über den Plan, wie die Gestaltung der Fläche aussehen wird.“ Fragen, wie der Abstand zum Gewässer, seien dann erst mit dem Bebauungsplan zu klären, und da seien die Stadtverordneten beteiligt.

Der Investor, der gleichzeitig der Betreiber des Boss-Möbelhauses ist, möchte sein neues Einrichtungshaus auf dem rund 31 000 Quadratmeter großen Grundstück errichten. Die Verkaufsfläche läge bei 18 500 Quadratmetern plus 8000 Quadratmeter für Lager und Stellplätze. Die etwa 3,6 Hektar große Bebauungsfläche liegt im Außenbereich, deshalb ist ein B-Plan nötig.

Schon die Bauausschussmitglieder am 12. September waren ein wenig skeptisch an die Sache herangegangen. Olaf Kästner (Die Linke) hatte Bedenken, dass mit dem Neubau der bisherige Boss-Möbelmarkt den Bach runtergehen und als Abschreibungsmasse benutzt werden könnte. Der Investor beabsichtigt eigentlich, den Boss-Markt zu behalten und im Porta-Markt höherpreisige Möbel anzubieten, war zu hören. Im Bauausschuss war ebenfalls das Bauverbot in der Uferzone angesprochen worden. Daraufhin ist die Beschlussvorlage ergänzt worden. Es soll geklärt werden, inwieweit von dieser Bauverbotszone abgewichen werden kann. In jedem Fall soll aber Platz für einen Uferweg und Grünflächen am Kanal frei bleiben. Die Verwaltung kann die Vorlage erst in einem halben Jahr wieder einbringen. Der Investor äußerte sich gestern nicht dazu.

Von Andrea Kathert

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