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Vorliebe fürs Funktionale

Firmenjubiläum in Oranienburg Vorliebe fürs Funktionale

Vor zehn Jahren hat sich Architektin Nicole Fienke im Oranienburger Ortsteil Sachsenhausen selbstständig gemacht – bis heute ist sie ein Ein-Frau-Unternehmen. Sie hat den Schritt in die Selbstständigkeit nie bereut. Das gewerbliche Bauen liegt ihr am Herzen. Sie gestaltet Bauwerke gern flexibel, so dass man sie später auch anders nutzen kann.

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Die Sachsenhausenerin Nicole Fienke.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Nicole Fienke ist selbst überrascht, wie schnell die Zeit ins Land gegangen sind: Am 1. November 2005 hatte sie sich selbstständig gemacht – anfangs noch als Diplomingenieurin, anderthalb Jahre später mit ihrer Zulassung als Architektin. Dieser Beruf, „das war schon immer meins“, erinnert sie sich. Ein Onkel aus Quedlinburg, ebenso Fachmann, nahm sie mit in Fachwerkhäuser und weckte damit wohl das Interesse am Bau. Wie viele Baustellen sie inzwischen betreut hat, das habe sie nie gezählt.

Ihr Beruf habe vor allem mit Vertrauen zu tun: Der Bauherr nehme viel Geld in die Hand und vertraue ihr, sie wiederum setzt Vertrauen in Statiker, Elektriker oder Vermesser. „Inzwischen sind wir ein gutes Team.“ Auch zwischen den Architekturbüros gebe es kaum Konkurrenz, man sehe sich als Berufskollegen und jeder sei eh anders spezialisiert.

Für Nicole Fienke liegt der Fokus als Architektin auf gewerblichen Bauten, das habe sich allmählich herauskristallisiert, „und das macht mir einfach großen Spaß“. Ob Firmenhaus von Lux-Augenoptik am Fischerplatz oder Notariat Franke in der Kanalstraße, Umbau der Druckerei Scherwinski: „Das Funktionale liegt mir, was sicher mit meinem Ingenieurstudium zu tun hat.“

Angst vor der Selbstständigkeit habe sie nie gehabt: „Es war der richtige Weg, ich bin nicht enttäuscht worden.“ Arbeit und Familie zu organisieren, das liege ihr. Inzwischen sind die Kinder der 38-Jährigen 17, 13 und elf Jahre alt. Dass sie auch nach zehn Jahren noch ein Ein-Frau-Unternehmen ist, auch zu dieser Entscheidung gegen Angestellte steht sie bis heute. Ihr Büro hat sie zu Hause in der Friedrich-Siewert-Straße 2.

Und welches „Traumhaus“ würde sie gern noch bauen? „Es gibt interessante Objekte in Oranienburg, aber eigentlich soll alles so bleiben, wie es ist.“ 75 Prozent ihrer Arbeitszeit ist sie auf Baustellen unterwegs. Und sie hofft auch weiterhin auf gute Aufträge aus der Wirtschaft.

Einem Bauwerk „Flexibilität zu geben, dass man für die Zukunft auch eine andere Nutzung offenhält“, das ist ihr Anspruch und ihre Philosophie als Architektin. „Hohe Langlebigkeit und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten, das ist die Freiheit, die ich mitgeben kann.“

Von Heike Bergt

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