Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Wackliger Turm und zu wenig Platz
Lokales Oberhavel Wackliger Turm und zu wenig Platz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:28 27.05.2017
Ortswehrführer Manuel Jänisch (l.) und Ortsvorsteher Jens Pamperin machen Druck. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Oranienburg

„Den Turm haben Fachleute für baufällig erklärt. Und das schon vor Jahren“, sagt Ortswehrführer Manuel Jänisch und schaut mit kritischem Blick nach oben. Schläuche werden in dem holzverkleideten Bauwerk nicht mehr getrocknet, aber man sieht, dass sich die Bretter überall lösen und der Turm ein Sanierungsfall ist. Doch noch größere Sorgen bereitet den Friedrichsthaler Feuerwehrleuten ihr Depot an sich. „Für zehn wäre es o.k., aber für 21 Aktive ist es einfach viel zu eng.“ Das findet auch Ortsvorsteher Jens Pamperin. Zum Jahresende 2017 wird in der Stadt der Gefahrenabwehrbedarfsplan aktualisiert und fortgeschrieben. Das passiert aller sechs Jahre. Und da wolle man sich rechtzeitig in Erinnerung bringen, dass auch in Friedrichsthal so einiges im Argen liegt und es baulichen Nachholebedarf gibt.

Das Depot ist Baujahr 1904, wurde zur Gründung der freiwilligen Feuerwehr erbaut. Eine Sanierung erfuhr es 1991, nach damaligen Standards, erinnert sich Jens Pamperin. Seitdem hat der Zahn der Zeit daran genagt: „Der Schulungsraum ist einfach zu klein.“ Der Platz reicht auch nicht im Umkleideraum. Viele Aktive müssen direkt neben den Feuerwehrfahrzeugen in die Sachen springen, wenn der Pieper ruft. Es gibt nur eine Dusche. Eine zweite für die fünf Frauen in der Wehr wäre schön. „In der unteren Etage gibt es kein warmes Wasser.“ Und nicht zuletzt sei das Haus damals nach der vorhandenen Technik und nicht nach der Norm saniert worden. Die derzeitigen Fahrzeuge passen rein, das ist Zentimeterarbeit, aber neue Technik – dafür wären die Rolltore zu klein.

In Sachen technischer Ausrüstung sehen sich die Feuerwehrleute gut ausgerüstet, „da gibt es nichts zu meckern“, sagt Manuel Jänisch. Aber ihr Depot eben...

Bereits vor rund zehn Jahren, erinnert sich Manuel Jänisch, sollte die Halle aufgestockt und das Depot erweitert worden. Dabei blieb es. Es folgte die Diskussion darüber, dass es effektiver und sinnvoller wäre, die Löschzüge von Friedrichsthal und Malz zusammenzulegen und für alle ein neues Depot zu bauen. „Das ist einfach das Sinnvollste und zusammen sind wir noch schlagkräftiger“ , sind sich Jänisch und Pamperin einig. Doch es scheiterte bisher am Widerstand von Malz, die gern ihre Feuerwehr im Ortsteil behalten möchten. Trotz mancher „Annäherungsversuche“ sei bis heute die Stimmung nicht gut, „es ist immer eine Spannung da. Inzwischen hat keiner mehr Lust, was gemeinsam zu machen“, bedauern sie. Der ehemalige Stadtbrandmeister Friedmund Duwe konnte sich mit der Fusionierung nicht bei der Kommunalpolitik durchsetzen.

Die Friedrichsthaler Feuerwehrleute rücken durchschnittlich 35-mal im Jahr aus. Vor allem zu vielen Waldbränden, wie auch in dieser Woche wieder. „In diesem Jahr sind wir bisher schon zu 20 Einsätzen gerufen worden“, so Jänisch. Platz für eine neues Depot gibt es bereits: „Die Stadt hat das Grundstück hinter dem Depot, wo noch eine alte Scheune steht, vor zwei Jahren gekauft“, erklärt Jens Pamperin. Die Scheune müsse abgerissen werden. „Eigentlich könnten wir loslegen“, sagt Manuel Jänisch mit Blick auf den Spaten in seinem Büro, der vom ersten Spatenstich für die Grabowseebrücke stammt, die 2010 fertig geworden war.

Natürlich wüssten sie, welche Bauvorhaben in Sachen Schulen und Kitas die Stadt jetzt vor der Brust habe, „aber wir möchten uns in Erinnerung bringen und sagen, auch hier gibt es viel zu tun.“

Von Heike Bergt

Oberhavel Auf Sperrmüll im Museum entdeckt - Mysteriöser Knochenfund in Gransee

Entdeckt wurden am Donnerstag auf einem Sperrmüllhaufen, der auf dem Gelände des Granseer Heimatmuseums lagert, menschliche Knochen. Sie sollen, wie die Polizei mitteilt, aus einem historischen Grabungsfund stammen und nicht katalogisiert in einer Kiste gelegen haben. Wie sie auf den Sperrmüll kamen, ist zurzeit noch unklar.

26.05.2017

Mit einer Sense in der Hand ist ein 31-Jähriger am frühen Donnerstagmorgen in Falkenthal auf die Polizei losgegangen. Vorher hatte er mit einem Hammer die Scheiben von drei Pkw malträtiert und gedroht, seine Eltern umzubringen und Häuser im Dorf anzuzünden.

26.05.2017

Giftschlangen-Alarm am Hubertussee in Borgsdorf. Nach einem Foto-Hinweis suchten am Mittwoch Feuerleute, Polizisten, Ordnungsamt und Reptilienexperten stundenlang nach einer Speikobra. Hätten die Experten jedoch vorher von der tatsächlichen Herkunft des Bildes erfahren, wäre die Suche sicher nicht zustande gekommen.

26.05.2017
Anzeige