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Wahlen leben von Alternativen

Bürgermeisterwahl in Glienicke/Nordbahn Wahlen leben von Alternativen

Eine Frau und drei Männer treten als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 24. September in Glienicke/Nordbahn an, darunter der Amtsinhaber. Mit dabei ist auch Ernst-Günter Giessmann von den Linken.

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Der Mathematikprofessor Ernst-Günter Giessmann möchte Amtsinhaber Oberlack als Glienickes Bürgermeister ablösen.

Quelle: SG Fotografie

Glienicke. In der Gemeinde Glienicke bewerben sich bei der Wahl am 24. September vier Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters. Ernst-Günter Giessmann (Die Linke) wurde im Juni einstimmig von seiner Partei, bei der er seit 2007 Mitglied ist, als Bürgermeisterkandidat nominiert. Der 67-Jährige ist von Beruf Mathematikprofessor und selbstständig tätig. Schon seit Jahren ist er politisch und als Gemeindevertreter in Glienicke aktiv. Neben Giessmann treten an: Steffi Elsner (parteilos), Uwe Klein (SPD) und Hans Günther Oberlack (FDP/CDU).

Was motiviert Sie, für das höchste Amt in Glienicke zu kandidieren?

Ernst-Günter Giessmann: Wahlen leben von Alternativen. Ich will damit ein Zeichen setzen für mehr bürgerschaftliches Engagement. Es soll auch anderen Mut machen, sich mehr und erfolgreich an der Gestaltung und Entwicklung unseres Ortes zu beteiligen.

Was befähigt Sie, als Verwaltungschef tätig zu sein?

Ich bin Mathematiker und habe mich mehrmals in völlig neue Arbeitsumgebungen einarbeiten müssen. Als Hochschullehrer und später als Forscher und Entwickler in einem großen Unternehmen. Seit 2004 bin ich in der Gemeindevertretung und kenne inzwischen auch die Gemeinde ganz gut.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die achtjährige Amtszeit?

Ich möchte die Schwellen für Bürgerbeteiligung senken.

Was packen Sie als erstes an, wenn Sie gewählt werden?

Ich werde mir einen Anzug kaufen und mich auf die Amtsübernahme vorbereiten. Im November und Dezember werde ich mich dann auf ortsteilbezogenen Bürgerversammlungen vorstellen. Spätestens im Januar werde ich die Glienicker Jugendlichen zu einem Gespräch einladen. Nach der Amtsübernahme werde ich mich dann mit den Bürgermeistern der Nordbahngemeinden treffen, um über gemeinsame Projekte zu reden.

Sehen Sie Änderungsbedarf zur bisherigen Amtsführung?

Jeder macht seine Arbeit so, wie er es am Besten kann. Ich werde deshalb die bisherige Amtsführung nicht kopieren, sondern es auf meine Weise tun. Daraus ergibt sich dann der Änderungsbedarf.

Vor welchen Herausforderungen steht Glienicke in den nächsten Jahren?

Die Themen, die die Gemeinde Glienicke in den kommenden Jahren bestimmen werden, sind der kommunale oder genossenschaftliche Wohnungsbau. Parallel muss der kommunale Wohnungsbestand erhalten und bei Bedarf zudem saniert werden. Weitere Themen, die für Glienicke wichtig sind, sind der Lärmschutz und die Frage der Verkehrsberuhigung und des Baumschutzes. Außerdem muss die Kitabetreuung gesichert und die Kommunalreform gestaltet werden.

Wie wollen Sie diese Herausforderungen bewältigen?

Zusammen mit der Gemeindevertretung, der Verwaltung und vor allem mit den Glienicker Bürgerinnen und Bürgern.

Was ist Ihre Vision für Glienicke?

Lebens- und liebenswerte Naturparkgemeinde Glienicke.

Von Helge Treichel

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