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Wahlziel: Kinderfreundlichste Stadt

Velten Wahlziel: Kinderfreundlichste Stadt

Am 24. September will Marcel Siegert als Kandidat von Pro Velten neuer Bürgermeister von Velten werden. Diese Entscheidung habe er sich als Familienvater nicht leicht gemacht. Doch sein Anreiz sei es, so Siegert, dass man aus der Stadt etwas machen könne. „Velten ist meine Heimatstadt und ich wünsche mir keine andere.“

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Marcel Siegert mit seiner Frau Simone und den Söhnen Tom (10, 2.v.r.) und Ben (6, 2.v.l.) vor dem selbstgebauten Wintergarten in Velten.

Quelle: Gawande

Velten. Akribisch sortiert sind die Ordner mit den Zeitungsartikeln über Velten. Findet sich in dem einen alles über den Bernsteinsee, ist in dem anderen alles zum Hafen der Ofenstadt. Thematisch sortiert, sind die Ordner Marcel Siegerts privates Archiv. Seit Beginn der 90er Jahre wurde der Inhalt unter anderem von seiner Mutter zusammengetragen. Und Marcel Siegert blättert viel in ihnen. Schlägt nach und lässt so die Entscheidungen der letzten Jahre Revue passieren. Am 24. September will Siegert als Kandidat von Pro Velten neuer Bürgermeister von Velten werden. Diese Entscheidung habe er sich als Familienvater – die Söhne Ben und Tom sind sechs und zehn Jahre alt – nicht leicht gemacht. Doch sein Anreiz sei es, so Siegert, dass man aus der Stadt etwas machen könne. „Velten ist meine Heimatstadt und ich wünsche mir keine andere.“

Labrador Buddy ist Siegerts treuer Begleiter

Labrador Buddy ist Siegerts treuer Begleiter.

Quelle: Ulrike Gawande

Schon als Jugendlicher engagierte sich der gebürtige Veltener für einen Jugendclub in der Stadt, ließ sich zum Klassensprecher wählen und kellnerte im Ratskeller. Von 1998 bis 2003 war er Mitglied der CDU, die aus seiner Sicht jedoch den Generationswechsel verpasst habe. Nur die Schule litt unter seinen Aktivitäten . In der elften Klasse verließ er das Puschkingymnasium in Hennigsdorf, machte eine Ausbildung zum Restaurantkaufmann und ging dann zur Bundeswehr. „Ich war nicht der schlechteste Schüler, aber der Groschen fiel erst in der Lehre“, gibt der 38-Jährige ehrlich zu. Gerne hätte er deshalb bei der Bundeswehr ein technisches Studium begonnen, doch man gestattete ihm nur Betriebswirtschaftslehre. Das war ihm zu trocken und so begann er bei Barlu in Velten zu arbeiten. Erst im Lager, dann als Fahrer und Disponent; mittlerweile ist er Assistent der Geschäftsleitung. Siegert: „Meine Kandidatur hat dort nicht nur Freude ausgelöst. Im Falle eines Wahlsieges, werde ich alles vernünftig übergeben. Ich lasse keinen im Stich, schließlich habe ich mich viel eingebracht.“

Siegert mit Plänen für den Bernsteinsee

Siegert mit Plänen für den Bernsteinsee.

Quelle: Ulrike Gawande

Das will der 38-Jährige auch für seine Heimatstadt Velten. „Es ist unsere Stadt und die Zukunft für unsere Kinder.“ So ist es erklärtes Ziel von Marcel Siegert, der 2009 schon einmal als Einzelkandidat zur Bürgermeisterwahl angetreten war, Velten zur familienfreundlichsten Stadt Brandenburgs zu machen. Dafür investiert er viel Zeit, auch um die Ordner mit den alten Unterlagen zu lesen oder politische Fachbücher zu wälzen. Für andere Hobbys bleibt wenig Zeit. Höchstens für eine Runde Fußball mit seinen Söhnen im Garten, eine Partie Wasserball im Pool oder eine Runde mit Labrador Buddy. „Ich bearbeite gerne Videos und kümmere mich um die Homepage von Pro Velten“, berichtet Marcel Siegert, der ein Faible für Grafikbearbeitung hat.

Siegert als Trainer des Veltener Fußballnachwuchses

Siegert als Trainer des Veltener Fußballnachwuchses.

Quelle: Ulrike Gawande

Und er kümmert sich um den Garten. „Beim Rasenmähen und Unkrautjäten kann ich abschalten und entspannen.“ Im Urlaub fährt der Veltener gern an die Ostsee, nach Usedom. „Für die Familie versuche ich mir die Wochenenden frei zu halten.“ Dass sich das als Bürgermeister vermutlich ändern wird, ist Siegert bewusst. Doch mit seiner Familie sei alles besprochen. „Sie steht voll hinter mir.“ Daher hat er auch als Trainer der Veltener Nachwuchsfußballer aufgehört. Fünf Jahre lang begleitete er das Team seines Sohnes von den Minis bis zur E-Jugend, dabei wollte er eigentlich nur zusehen. „Ich selbst war nie ein begnadeter Fußballer“, verrät Marcel Siegert. Aber der Trainerjob habe ihm Spaß gemacht. „Es war toll zu sehen, wie sich die Jungs entwickeln.“ Entwickeln möchte Siegert auch seine Heimatstadt. Als neu gewählter Bürgermeister.

Von Ulrike Gawande

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