Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Waldtraut und Horst: 60 Jahre verheiratet
Lokales Oberhavel Waldtraut und Horst: 60 Jahre verheiratet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 07.12.2017
Waldtraut und Horst Schütt aus Flatow im Jahr 2007. Quelle: privat
Flatow

Beim Tanzen haben sie sich kennengelernt. Wobei: So ganz stimmt das nicht. Denn Horst Schütt hatte schon vorher ein Auge auf Waldtraut geworfen. „Die wird mal meine Traumfrau“, soll er zu Freunden gesagt haben, als er sie am Grundstück seiner Eltern vorbeilaufen sah. Und er sollte Recht behalten. 60 Jahre sind die beiden Flatower inzwischen verheiratet, am Donnerstag wird diamantene Hochzeit gefeiert.

Waldtraut kam mit ihrer Familie 1953 aus Oranienburg nach Flatow, sie arbeitete in der Landwirtschaft. 1955, beim Tanz in der Dorfgaststätte, sprach Horst sie an. „Er war ein hübscher Mann“, erinnert sie sich. „Er war freundlich und nett.“ Sie war damals 20, er 22. „Ich glaube, seine Eltern waren sehr zufrieden mit mir", sagt sie. Anderthalb Jahre später haben sie sich verlobt. „Wir sind nach Oranienburg gefahren und haben Ringe gekauft.“ Zu diesem Zeitpunkt hatten sie schon einen Sohn: Wolfgang wurde im Januar geboren, war also bei der Hochzeit seiner Eltern schon dabei. Die Zeremonie fand am 7. Dezember 1957 in der Flatower Kirche statt. „100 Personen waren wir dann bei der Feier in der Gaststätte", sagt Waldtraut Schütt. Kein Wunder, denn alleine Waldtraut hatte acht Geschwister. Bis früh um fünf haben sie gefeiert, es fiel der erste Schnee, als sie nach Hause gingen.

Waldtraut und Horst Schütt aus Flatow bei ihrer Hochzeit 1957. Quelle: privat

1960 wurde Sohn Reiner geboren, 1961 kam Uwe hinzu. Inzwischen haben Waldtraut und Horst sechs Enkel und acht Ur-Enkel. „Wir sind eine große Familie, und fast alle wohnen hier im Dorf“, sagt die 80-Jährige. „Wir haben einen engen Zusammenhalt, wir feiern oft zusammen.“ Sie hatten es in den 60 Jahren dennoch nicht immer leicht. Sie verrichtete Feldarbeit, „und das war oft eine schwere Arbeit.“ Bis 1992, da ging sie in Rente. Er ist seit 1990 Invalidenrentner. Viele Reisen haben sie nicht unternommen. 1982 waren sie durch eine LPG-Auszeichnung in Ungarn, außerdem ein paarmal in Binz auf Rügen. Aber das war ihnen auch nicht so wichtig, sagt sie.

Wichtiger war zum Beispiel die örtliche Feuerwehr, in der er bis heute Mitglied ist. Und der Fußball. „Er hat gespielt, bis er die erste Hüft-OP hatte“, erzählt sie. „Aber dadurch haben wir auch so viele Fußballer in der Familie.“ Normalerweise besuchen sie sonst auch immer noch alle Feiern der Senioren oder Sportler. Aber momentan ist Horst, inzwischen 82 Jahre alt, im Krankenhaus – wenn alles gut geht, dann darf er am Donnerstag extra für die diamantene Hochzeit nach Hause kommen. Die eigentliche Feier ist auf Mai verschoben. „Ich hoffe, dass mein Mann gesund wird, das ist die Hauptsache“, sagt Waldtraut Schütt. Wirklich gestritten haben sie nie – nicht mal ums Fernsehprogramm. Wenn sie „Sturm der Liebe“ schaut, dann auf dem Zweitfernseher. Er mag lieber Quizsendungen und, na klar, Fußball schauen.

Von Robert Tiesler

Für erheblichen Sachschaden – er selbst blieb glücklicherweise unverletzte – sorgte am Mittwochmorgen in Nieder Neuendorf ein 64-jähriger Autofahrer, der unter mächtig Alkoholeinfluss stand und eine Straßen-Leitplanke erheblich beschädigt.

07.12.2017

Der „Weihnachtsgans-Auguste-Markt“ auf dem Oranienburger Schlossplatz findet in diesem Jahr am 3. Adventswochenende statt. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 15. Dezember, um 13 Uhr mit dem Anschnitt des Riesenstollens.

07.12.2017

Ein verdächtiges Auto fiel Polizeibeamten Mittwochabend in Velten auf, als es unbeleuchtet aus einem Gebüsch gefahren kam. Die Beamten folgten dem Fahrer, der sich über die A111 Richtung Berlin aus dem Staub machte. Dort wurde es dann hektisch. Erst kam es zu einem Unfall, nach dem der Streifenwagen fahruntüchtig war. Dann flüchtete eine Person zu Fuß.

07.12.2017