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War das mysteriöse Becken ein Wasserwerk?

Lehnitz War das mysteriöse Becken ein Wasserwerk?

Es gibt erste Reaktionen auf die Nachforschungen, was es mit einem Becken im Lehnitzer Forst auf sich hat. Jetzt meldete sich ein Oranienburger zu Wort, der glaubt, es handelt sich um ein Wasserwerk, das die SS bauen ließ. sozusagen als Reserve, falls die Stadt angegriffen wird.

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Hans-Joachim Maruhn aus Oranienburg hat eine Erklärung für das Becken: ein Wasserwerk, gebaut von der SS.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Nach dem Beitrag über das mysteriöse Becken im Lehnitzer Forst, nach dessen Zweck Manfred Ulack schon lange forscht, meldete sich nun Hans-Joachim Maruhn aus Oranienburg. „Das war ein altes Wasser werk, was die SS für das Klinkerwerk und das KZ gebaut hat“, sagt Maruhn. „Ich habe es 1969 entdeckt.“ Der damals 19-Jährige sollte Holz machen im Forst und stieß auf das Bauwerk. Er wunderte sich genauso wie Manfred Ulack, wozu die Anlage wohl gedient hat. Von Fritz Soyk, der gleich nach Kriegsende Waldarbeiter war, erfuhr Maruhn, dass die SS von KZ-Häftlingen weit abgelegen und versteckt im Wald ein Wasserwerk bauen ließ. Es sollte eine Art Reserve sein, falls in der Stadt Bomben fallen würden. „Das hat mir Fritze alles erzählt“, meint Maruhn. Auf den Betonfundamenten, deren Reste jetzt noch zu sehen sind, standen zwei Pumpen. Ein Stück weiter an der Summter Chaussee stand ein Trafohäuschen, das den Strom lieferte. Fritz Soyk hatte erzählt, dass 1945 noch viele Fundamente und Rohrleitungen zu sehen waren.

Manfred Ulack aus Lehnitz hatte lange zu dem Bauwerk recherchiert

Manfred Ulack aus Lehnitz hatte lange zu dem Bauwerk recherchiert.

Quelle: Andrea Kathert

Nach Kriegsende war das Wasserwerk geplündert worden. „Die ganzen Kupferleitungen wurden geklaut“, schildert Maruhn. Anfang der 1970er-Jahre war das Gelände eingezäunt worden und wurde Schießplatz für die nahe gelegene Kaserne. „Was die NVA dann mit den Anlagen gemacht hat, weiß niemand.“ Das Gelände war streng abgeriegelt, da durfte niemand rein. Hans-Joachim Maruhn will sich jetzt mit dem Lehnitzer Manfred Ulack in Verbindung setzen. Die beiden haben sich sicher noch mehr zu erzählen.

Auch auf der Facebook-Seite der MAZ wurde wild spekuliert, was es mit dem Becken auf sich haben könnte, gestern waren es allein 39 Einträge. Auffällige Löcher könnten auch auf eine Müll-und Schrottentsorgung zu DDR-Zeiten hindeuten. Vielleicht sei das Becken auch eine alte Wildtränke. Oder es war ein Panzerloch zur Tarnung, aus dem nur noch das Geschützrohr herausragt. Solche Löcher seien nicht nur in KZ-Nähe zu finden. Auf Truppenübungsplätzen der NVA hätte es so etwas auch gegeben.

Von Andrea Kathert

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