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Oberhavel Warten auf Problemstorch „Ronny“
Lokales Oberhavel Warten auf Problemstorch „Ronny“
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02:17 29.03.2018
Storch Ronny aus Glambeck schaut sich in einer Glastür eines Wohnhauses an. Quelle: PRIVAT
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Glambeck

„Er ist noch nicht da. Aber wir warten schon“, sagt Hilde Peltzer-Blase. Die Ortsvorsteherin von Glambeck ist ganz gelassen. Im vorigen Jahr kam Storch „Ronny“, wie ihn die Einwohner vor zwei Jahren liebevoll tauften, auch erst im April. Da war es wärmer als derzeit. Insofern üben sich die Glambecker in Geduld.

Vor zwei Jahren hatte der Weißstorch den Einwohnern einen etwas anderen Sommer beschert. „Ronny“ war im Mai aufgetaucht und hatte mit Knigge nicht viel am Hut. Er stolzierte in Gärten und auf Grundstücke, klopfte an Terrassentüren, wagte sich in Wohn­häuser. Schwarze Autos hatten es ihm angetan, er landete auf ihnen, zerkratzte die Dächer und hackte mit dem Schnabel auf das Blech der Türen und Kotflügel ein. Das Medieninteresse war groß: „Der verrückte Storch“, „Terrorstorch“, „Problemstorch“ – so titelten die Zeitungen. Die Einwohner waren von der Invasion der Journalisten und Gäste genervt.

Ein Jahr später münzten die Glambecker dieses Geschenk der Natur in Bares um, sie baten um Spenden für einen guten Zweck. Als Gegenleistung gab es Infos zu „Ronny“; wo er gerade ist oder was er wieder ausgefressen hat. Tatsächlich kam ein bisschen Geld zusammen. Dafür kauften die Glambecker ein Fußballtor für den Spielplatz. Und eine Federwippe. Am kommenden Osterwochenende sollen beide Geräte eingebaut werden. Überraschenderweise gab es Anfang des Jahres sogar noch eine 500-Euro-Spende. Damit soll eine überdachte Sitzmöglichkeit – zwei mit einem Tisch verbundene Bänke – angeschafft werden. „Der Spielplatz ist damit komplett“, so Hilde Peltzer-Blase. Und nun hoffen die Glambecker, dass ihr Glücksbringer wiederkehrt. „Denn wir könnten noch Fenster für die Kirche gebrauchen.“

Von Stefan Blumberg

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