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Oberhavel Warten auf den Stapellauf
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18:54 25.04.2014
Joachim Grimm, Ronny Spie und Edgar Lindecke (v.l.) verpassen der „Phantasia“ auf der Malzer Werft den letzten Schliff. Quelle: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Strahlend weiß liegt das Ausflugsschiff auf dem Trockendock der Malzer Werft. Vor-erst noch namenlos. „Der Arbeitsname ist ,Phantasia’“, sagt Reeder Edgar Lindecke. Die Schreibweise ergibt sich aus einer Tradition der Reederei Grimm & Lindecke, deren Schiffsnamen allesamt mit dem Buchstaben P beginnen. Den Anfang machte 1997 MS „Pelikan“, die im Stadthafen von Hennigsdorf beheimatet ist. 2001 kam die „Pinguin“ hinzu, benannt nach dem Hennigsdorfer Stadtmaskottchen.

Die „Phantasia“ ist das mittlerweile siebente Schiff, das von der Spree- und Havelschifffahrt auf Vordermann gebracht wird, um mit Ausflugsgästen über die Berliner und Brandenburger Gewässer zu schippern. In Malz erhielt der 1978 auf Kiel gelegte knapp 40 Meter lange Dampfer, der zuvor auf der Müritz fuhr, eine neue Antriebsmaschine samt Steuerung und einem Bugstrahlruder, um leichter manövrieren zu können.

Besonders stolz ist Edgar Lindecke auf die Reeling. Die ist aus Edelstahl mit einem speziellen ovalen Profil. „Es hat etwas von einer Jacht“, meint der Reeder. Kein Wunder, stammen die Teile doch vom selben Zulieferer, der auch die in Hamburg gebaute Luxusjacht des russischen Oligarchen Abramowitsch ausrüstete.

Noch wird an der Inneneinrichtung der „Phantasia“ gearbeitet. Zum Saisonauftakt am 30. April ist das neue Schiff noch nicht startklar. Am Vortag des 1. Mai legt die „Pelikan“ wieder in Hennigsdorf ab. Immer mittwochs, donnerstags und sonntags geht es auf Tour, zwei Stunden über die Havel zum Nieder Neuendorfer See, vorbei an Heiligensee zum Tegeler See, zur Wasserstadt Spandau und wieder zurück.

Eine zweite Route führt donnerstags zum Lehnitzsee. Auf „große Fahrt“ geht es mittwochs und sonntags bei der Berlin-City-Tour. Viereinhalb Stunden dauert die Reise vom Hennigsdorfer Hafen bis ins Regierungsviertel und zurück.

Wem das zu lang ist, kann am Schiffbauerdamm aussteigen und mit der S-Bahn zurück nach Hennigsdorf fahren. Tagestouren werden außerdem zur Baumblüte in Werder, zum Ketziner Fischerfest, nach Potsdam oder zum Schiffshebewerk Niederfinow angeboten. Hier kommt die „Phantasia“ gerade recht. Denn das neue Schiff hat mit 150 Plätzen die größte Kapazität. Und ist damit auch für die Dinner-Krimis auf der Spree bestens geeignet.

Die Sonderfahrten nach Oranienburg finden nur viermal im Jahr statt. „Mehr schaffen wir nicht“, bedauert Edgar Lindecke. Für die Oranienburger bietet die Spree- und Havelschifffart an diesen Tagen jeweils zwei Rundfahrten auf dem Lehnitzsee an. „Leider können wir dafür in Oranienburg nicht so richtig Reklame machen“, sagt Seniorchef Joachim Grimm. Im vorigen Jahr hat das Ordnungsamt den Aufsteller der Reederei am Bollwerk konfisziert. „Der blieb seither verschwunden“, so Grimm.

Doch auch im heimatlichen Hennigsdorf gibt es Probleme. Jahrelang wies ein Schild am Bahnhof Einheimischen und Besuchern den Weg zu den Ausflugsschiffen im Stadthafen. „Das mussten wir wegnehmen“, sagt Edgar Lindecke. „Wie soll ein Ortsunkundiger uns jetzt finden?“

Zumindest darf die „Pelikan“ vorerst weiter im Hennigsdorfer Hafen liegen. Für den Bau der neuen Marina war der Liegeplatz schon gekündigt. Doch das Projekt eines niederländischen Investors ist geplatzt. Rings um den Hafen hat die Stadt bereits viel zur Verschönerung des Areals getan, freut sich Edgar Lindecke. „Wenn jetzt noch Papierkörbe und Bänke aufgestellt werden, würde man auch den älteren Passagieren einen Gefallen tun.“

Von Ulrich Bergt

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