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Warten auf die Asylbewerber

Flüchtlinge für Velten Warten auf die Asylbewerber

Rund 360 Menschen könnten demnächst nach Velten kommen, doch bislang gibt es noch keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit. Im Veltener Ausschuss für Sicherheit und Ordnung wurde das Thema dennoch diskutiert. Die Fraktion Pro Velten habe damit auf Ängste der Bürger reagiert, hieß es.

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Auf die Infrastruktur kommt es an: Wo in Velten Platz für Flüchtlinge ist, entscheidet eine Kommission des Kreises

Quelle: Foto: Gawande

Velten. Es war Punkt Sieben auf der Tagesordnung, der die Gemüter erhitzte: „Informationen zur Unterbringung von Flüchtlingen“. Dabei gibt es bislang keinen Standort für ein Heim in Velten, nur 26 Asylbewerber sind in Wohnungen untergebracht. Dennoch hatte man sich vor der Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung am Dienstag gar darauf vorbereitet, den Rathaussaal notfalls durch die Polizei räumen zu lassen, wenn rechte Horden aufmarschieren.

Doch mit Robert Wolinski (NPD) stolperte nur ein rechter Vertreter – mit etwa einer halben Stunde Verspätung – in die Sitzung. Vorne ging es trotzdem hoch her. Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) kritisierte, dass die Fraktion Pro Velten das Thema Flüchtlinge ausgerechnet in einem Ausschuss, in dem es um Sicherheit und Ordnung geht, besprechen wollte. Offenbar sah die Bürgermeisterin darin einen Generalverdacht gegen Asylbewerber. Für die Sicherheit sei der Landkreis als Träger der Heime zuständig. „Es hat sich noch in keiner Kommune bewahrheitet, dass Sicherheitsprobleme davon ausgehen“, erklärte Ines Hübner.

Gerade die Angst um Sicherheit und Eigentum sei ja eine natürliche Sache, wenn Fremde kommen, antwortete Kristina Wolf von Pro Velten, die dies selbst als Vorurteil betrachte. Alle Ausschüsse müssten bei dem Thema zusammenarbeiten. „Um gerade solchen Problemen, die wir ja mehrfach im Fernsehen und so weiter sehen, entgegentreten zu können“, so Wolf, die der Verwaltung vorwarf, nicht genug über das Thema zu informieren.

Tatsächlich aber konnte die Veltener Stadtverwaltung dem Landkreis bislang noch kein passendes Grundstück als mögliche Unterkunft vorschlagen, heißt es aus der Verwaltung.

Dennoch prüfe der Landkreis gerade einige Möglichkeiten der Unterbringung in Velten, etwa 360 Menschen könnten theoretisch auf die Ofenstadt verteilt werden. „Aber es muss alles passen, von der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr über Schulen bis zu baurechtlichen Voraussetzungen“, erklärt Kreissprecher Ronny Wappler.

Wann die Flüchtlinge nach Velten kommen, könne er nicht sagen. Allerdings suche der Kreis händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten, man sei an der Kapazitätsgrenze. Daher könne Wappler nicht ausschließen, dass auch in Velten demnächst etwas passiere. Auch kreiseigene Flächen würden von einer Kommission derzeit geprüft. Dass die ehemalige Ingenieursschule Hohenschöpping darunter ist, wollte Sprecher Ronny Wappler weder bestätigen noch dementieren.

Von Marco Paetzel

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