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Oberhavel Warten auf die Bombenentschärfung
Lokales Oberhavel Warten auf die Bombenentschärfung
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14:54 21.09.2017
Ruth Wetzke (67Jahre/M.) und ihr Mann Gerd (72) aus Lehnitz sowie die 83-jährige Waltraud Maaß aus der Robert-Koch-Straße in Oranienburg waren am Donnerstag in das Regine-Hildebrandt-Haus gekommen, um dort die Zeit bis zur Entwarnung zu überbrücken. Quelle: Bert Wittke
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Oranienburg

Ein sehr überschaubares Bild bot sich am Donnerstag gegen 9 Uhr im Regine-Hildebrandt-Haus in Oranienburg, das während der Bombenentschärfung als eine von zwei Betreuungsstellen für evakuierte Leute diente. Gegen 9 Uhr waren dort gerade zwei Tische besetzt. An einem hatten Ruth Wetzke (67 Jahre) und ihr Mann Gerd (72) aus Lehnitz sowie die 83-jährige Waltraud Maaß aus der Robert-Koch-Straße Platz genommen, lösten Kreuzworträtsel und unterhielten sich nebenbei. „Wir liegen mit unseren Grundstücken eigentlich immer im Sperrkreis, wenn hier eine Bombe entschärft wird“, sagt das Trio übereinstimmend. Alle drei hoffen, dass es nicht so lange dauert, bis Entwarnung gegeben werden kann. „Wir wollen noch ein wenig durch die Geschäfte bummeln“, meint Ruth Wetzke. Aber leider hätten erst wenige geöffnet. „Oranienburg scheint noch zu schlafen“, sagt die 67-Jährige schmunzelnd.

„Die Bombe liegt nur zwei Grundstücke von meinem Haus entfernt“, berichtet Waltraud Maaß. Am Mittwoch sei sie unterwegs gewesen und habe noch schauen wollen, ob da jemand auf dem Grundstück in der Saarlandstraße einen Keller für sein künftiges Haus baut. Da habe ein Mann vom Wachschutz zu ihr gesagt, dass sie lieber weitergehen soll. „Warum denn?“, habe sie gefragt und zur Antwort bekommen: „Weil hier eine Bombe liegt.“ Dass dann jemand mit einem Fahrzeug herumgefahren ist, um die Entschärfung am Donnerstag anzukündigen, habe sie nicht gehört.

„Es ist schon immer irgendwie ein mulmiges Gefühl, wenn eine Bombenentschärfung ansteht“, sagt Gerd Wetzke. Aber Angst, dass etwas schief gehen könnte, verspüre er nicht. „Ich habe große Achtung vor den Leuten, die diese Dinger entschärfen“, meint Waltraud Maaß. Man könne den Männern, die das machen, gar nicht genug danken.

Von Bert Wittke

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