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Oberhavel Warten auf die Fördermittel
Lokales Oberhavel Warten auf die Fördermittel
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19:10 18.04.2016
Der Bernsteinsee soll mit EU-Fördermitteln neu gestaltet werden, Rundweg inklusive. Quelle: Foto: Archiv/Roeske
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Velten/Hennigsdorf

Die Diskussion über die Zukunft des Bernsteinsees sollte im Veltener Stadtentwicklungsausschuss geführt werden. Das ganze Gelände um den See könnte laut einer Studie neu gestaltet werden, auch der Parkplatz soll auf rund 600 Stellplätze erweitert werden – ein Restaurant nebenan inklusive. Zudem könnte ein etwa zehn Kilometer langer Rundweg entstehen, den neben Radlern etwa auch Skater nutzen könnten. Rund acht Millionen Euro könnten die Maßnahmen kosten. Sogar ein Autokino auf dem Parkplatz war von der SPD zuletzt per Antrag vorgeschlagen worden. Doch das Thema wurde kürzlich nicht im Ausschuss diskutiert – vor allem, weil die Finanzierung aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb (SUW) noch ungeklärt ist.

Ende März war bekannt geworden, dass der Kooperation beim SUW von Hennigsdorf, Velten und Oberkrämer mit dem gemeinsamen Projekt „Zukunftsfähig Leben, Wohnen und Arbeiten entlang der Havel“ 13,96 Millionen Euro an Fördermitteln in Aussicht gestellt wurden (MAZ berichtete). 34 Kooperationen aus Brandenburg hatten ihre Strategien für einen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum eingereicht, zwölf von ihnen – darunter die hiesigen Kandidaten – dürfen nun demnächst für die Projekte Fördermittel von der EU beantragen.

Zunächst warten die Verwaltungen der drei Städte aber darauf, dass eine Förderrichtlinie vom Land Brandenburg kommt. „Dort steht drin, wer wann welche Maßnahme beantragen kann“, erklärte Bürgermeisterin Ines Hübner kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss. Velten hat eine klare Prioritätenliste, die Förderrichtlinie entscheidet darüber, ob sie eingehalten werden kann: Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen der Ausbau der Radwege zum Bernsteinsee, die Barrierefreiheit des Jugendclubs Oase und die Umbaumaßnahmen auf dem Gelände des Bernsteinsees.

Insgesamt hatte Velten Maßnahmen im Wert von 14 Millionen Euro in den Wettbewerbsantrag geschrieben. Es müssen also auf jeden Fall Projekte gestrichen werden. „Wenn die Förderrichtlinie vorliegt, werden wir die Prioritätenliste mit Hennigsdorf und Oberkrämer diskutieren“, erklärte Ines Hübner. Man müsse sich fragen, welche Projekte in einem Zeitraum bis 2020 realistisch umsetzbar seien.

Die Förderrichtlinie sollte laut dem Brandenburgischen Infrastrukturministerium bald vorliegen. „Im Laufe dieses Monats sollte das noch auf den Weg gebracht werden“, erklärte Ministeriumssprecher Steffen Streu gestern auf Anfrage der MAZ.

Von Marco Paetzel

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