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Was Tauchen mit Physik zu tun hat

Hohen Neuendorf Was Tauchen mit Physik zu tun hat

Lehrer Andreas Scheuermann vom Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf vermittelt Naturgesetze mit Praxiserfahrung bei Schülerwettbewerben. So können 16- und 17-Jährige zum Beispiel das Tauchen lernen und dabei den Zusammenhang von Druck und Volumen praktisch erleben.

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Künftige Taucher, links außen die Geschwister Bäßler, mit Physiklehrer Andreas Scheuermann (Mitte) im „Tauchparadies“ Oranienburg.

Quelle: Marion Bergsdorf

Hohen Neuendorf. Fehlende Motivation von Schülern? Damit hat Andreas Scheuermann kein Problem. Der Physiklehrer des Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasiums versteht es, mit Schülerwettbewerben Physik nicht abstrakt als schwere Kost zu vermitteln, sondern erfahrbar zu machen. Zum Beispiel beim Tauchen. Mit 17 schon den Tauchschein zu haben, das sei cool, sagen die Schüler. 13 Elftklässler haben sich deshalb am Montag im „Tauchparadies Oranienburg“ bei Tauchlehrer Guido Eckhardt angemeldet. Er ist der Kooperationspartner des Gymnasiums für das Projekt „Open Water Diver“. Die Schüler erhalten die Ausbildung und legen die theoretische Tauchprüfung ab. Das Freiwasser-Tauchen findet am Werbellinsee statt. Begeistert schauten sich die Schüler am Montag schon mal die Tauchutensilien an. Lehrer Andreas Scheuermann freut sich über das Interesse und erklärt listig: „Beim Tauchen kann man wunderbar das Boyle-Mariotte-Gesetz verdeutlichen. Wenn man das im Klassenraum behandelt, sieht man gleich in genervte Gesichter. Beim Tauchen wird der Zusammenhang von Druck und Volumen praktisch erlebbar.“

Und noch einen anderen positiven Effekt hat die Taucherei. Der Teamgeist werde gestärkt. „Man muss sich auf den Tauchpartner verlassen können. Absprachen sind einzuhalten“, sagt Scheuermann. Es selbst hatte vor 16 Jahren seinen Tauchschein gemacht und schon 150 Tauchgänge hinter sich. „Den Spaß daran möchte ich an die Schüler weitergeben.“

Das gelingt ihm auch mit anderen Themen der Physik und immer mit Wettbewerben. Die Zehntklässlerin Henriette Bäßler hat zum Beispiel am Projekt „Energie, Wasser, Leben“ beim Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft teilgenommen. „Wir haben stehendes Wasser auf Metallablagerungen untersucht. Das war spannend. In stehendem Wasser sind unbedenklich mehr Metalle zu finden als in fließendem.“ Bruder Clemens Bäßler, 11. Klasse, nimmt an mehreren Wettbewerben im Seminarkurs Naturwissenschaften teil. Bei „Jugend forscht“ hat sein Team einen Sonderumweltpreis des Bundesumweltministeriums und einen 2. Platz beim Landeswettbewerb abgeräumt. Dabei ging es zum Beispiel um künstliche Lichtquellen und ihre physikalischen Eigenschaften. „Wir haben die Beleuchtung in unserer Schule unter die Lupe genommen. Es macht wirtschaftlich Sinn, Leuchtstoffröhren auf LED-Leuchtmittel umzurüsten. Die Lichtausbeute ist viel höher und die Investitions hat man nach einem Jahr wieder rein“, berichtet Clemens begeistert. Der 16-Jährige absolviert auch die Tauchausbildung und freut sich auf die „neue Erfahrung“. Clemens Bäßler weiß, was er studieren wird. „Irgendwas mit Mathe oder Naturwissenschaften.“

Von Marion Bergsdorf

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