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Was der Raab kann, kann Paul schon lange

Hohen Neuendorfer Showevent war seit Wochen ausverkauft Was der Raab kann, kann Paul schon lange

Um kurz vor halb eins in der Nacht zum Sonntag nahm der Jubel kein Ende. Es war vollbracht, die Premiere von „Wer besiegt Paul?“ ist erfolgreich über die Bühne gegangen – wenn sie auch eine Stunde länger dauerte als geplant. Paul Aurin schlug seinen Gegner Maxim Wermke nach vier Stunden in der Hohen Neuendorfer Stadthalle.

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Kissenschlacht auf dem Schwebebalken: Maxim Wermke (l.) tritt in der Stadthalle gegen Paul Aurin an. Paul gewann dieses Spiel

Quelle: Florian Büttner

Hohen Neuendorf. Gemeinsam mit einem mehr als 30-köpfigen, ehrenamtlich arbeitenden Team tüftelten Paul Aurin (24) aus Hohen Neuendorf und Fabian Lindemann (22) aus Schildow an der Umsetzung. Dazu gehörten Einspielfilme, Lichteffekte, die technische Überwachung, die vielen Requisiten und natürlich die Spiele während der Show.

Die Regeln: Vier Kandidaten bewerben sich darum, gegen Paul anzutreten. Nach einem Publikumsvoting und einem Büchsenwerfen blieb am Sonnabend Maxim Wermke (24) aus Berlin übrig. Der selbstständige Finanzberater hatte die Möglichkeit, in bis zu 15 Spielen gegen Paul zu punkten. Das erinnert an die ProSieben-Show „Schlag den Raab“ – und das soll es auch, denn das Team verfolgt das Vorbild mit großem Spaß. Dennoch ist „Wer besiegt Paul?“ keine Kopie. Die Punkteregel ist anders als im Fernsehen. Die Version in der Stadthalle hatte ihre eigene Note.

Fabian Lindemann führte souverän und locker durch den Abend.

Quelle: Forian Büttner

Als Zuschauer kam man aus dem erstaunten Kopfschütteln gar nicht mehr raus, so aufwändig war dieser Abend. „Ich habe in den letzten Tagen nie mehr als drei Stunden geschlafen“, gibt Paul Aurin zu. Die vergangenen Monate seien anstrengend gewesen. „Wir hatten gerade mal eine Probe, alles war schon noch recht ungewiss“, ergänzt Moderator Fabian Lindemann.

Maxim gegen Paul. Die beiden mussten in einer Kissenschlacht gegeneinander antreten, Fehlerbilder finden, Basketballkörbe werfen, Bücher tragen, sie mussten Filme raten, blind Goalball spielen, im Wissensquiz antreten und Karten sortieren. Trotz der erheblichen Länge der Show kam keine Langeweile auf. Zwischendurch gab es Livemusik. Am Ende gewann Paul, der Jackpot in Höhe von 500 Euro wird bei der nächsten Ausgabe – einen Termin gibt es noch nicht – auf 1000 Euro aufgestockt.

38 Bücher! Maxim (l.) hatte am Ende mehr Kraft als Paul.

Quelle: Florian Büttner

Das Vorbild

Das Vorbild der Hohen Neuendorfer Spielshow ist „Schlag den Raab“. Die Sendung läuft seit 2006 sechsmal jährlich auf ProSieben. Das Team um Paul Aurin und Fabian Lindemann war schon mehrfach live im Kölner Studio im Publikum dabei.
Sechsmal ging „Schlag den Paul“ in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums in Hohen Neuendorf über die Bühne. Fünfmal konnte Paul gewinnen, bei der letzten Ausgabe im April ist er von Paul Aubram besiegt worden. Die Schulversion der Show war dem Original aus dem Fernsehen sehr viel näher als nun „Wer besiegt Paul?“.
Für die neue Show in der Hohen Neuendorfer Stadthalle sind vor allem die Punkteregeln verändert worden und unterscheiden sich stärker vom TV-Original. Paul und die Kandidaten können nun selbst entscheiden, um wie viele Punkte sie bei den bis zu 15 Runden jeweils spielen wollen.

Paul Aurin beim Goalball. Die Aufgabe: blind den Ball zu halten.

Quelle: Florian Büttner

Etwa 10.000 Euro hat der Abend gekostet. Einiges kam durch die Eintrittsgelder wieder herein. „Der Rest ist hart erkämpft“, sagt Fabian Lindemann. Ohne die Sponsoren aus der Region hätte das nicht funktioniert. Mit dabei ist auch der Kulturkreis Hohen Neuendorf.

Die ganze Nacht hat das Team noch gefeiert, bis 18 Uhr musste die Stadthalle komplett geräumt sein. Bis zum nächsten Mega-Event.

Robert Tiesler

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