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Was ist eigentlich Glück?

Mühlenbecker Bürgermeister nach Krebserkrankung wieder im Dienst Was ist eigentlich Glück?

Bürgermeister Smaldino-Stattaus, der nach längerer Krankheit wieder im Dienst ist, zeichnet Sechstklässler der Käthe-Kollwitz-Grundschule Mühlenbeck für gelungene Arbeiten zum Thema Glück aus. Er hatte Schüler der Gemeinde anlässlich des Weltglückstages zu Arbeiten oder Projekten zum Thema Glück angeregt.

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Filippo Smaldino-Stattaus ehrte gestern fünf Sechstklässler für ihre Arbeiten zum Thema Glück. Der Bürgermeister zeigte sich sehr berührt: „Ich bin gerade dem Tod von der Schippe gesprungen.“

Quelle: Helge Treichel

Mühlenbecker Land. Komplette vier Monate war er von der Bildfläche verschwunden: Filippo Smaldino-Stattaus. Der Bürgermeister absolvierte am Dienstag nach seiner überstandenen Krebserkrankung seinen ersten Pressetermin. Im Rathaus zeichnete der Verwaltungschef fünf Schülerinnen der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Grundschule für ihre Beträge zum Thema Glück aus. „Was ihr geschrieben habt, ist genau das, was ich auch empfunden habe“, sagte der 52-Jährige. Der Verwaltungschef berichtet von einem Besuch von Zweitklässlern am Tag zuvor. Eine der Fragen: „Sind Sie reich?“ Wenn Gesundheit, Familie und „Kinder, die mich lieben“ gemeint seien, dann könne er die Frage mit ja beantworten. Wenn die Frage dagegen auf einen Swimmingpool, ein Ferrari und ein Haus mit zehn Zimmern abzielte, dann laute die Antwort nein.

„Glück ist wie ein Schauspieler, es hat tausend Gesichter“

Der Bürgermeister bittet Melina, ihren Text vorzutragen, ein Gedicht. „Glück ist wie ein Schauspieler, es hat tausend Gesichter“, heißt es darin unter anderem. Und: „Ein Lachen ist Glück, die Liebe ist Glück, Freundschaft ist Glück, zu Hause zu sein ist Glück, Gesundheit ist Glück.“ Der Text von Amy geht in eine ganz ähnliche Richtung: „Geld ist zwar nötig, aber man kann kein Glück kaufen.“

Es gehe auch ihm nicht um das Lottoglück, sagt Smaldino-Stattaus. „Das Glück liegt so nah, aber jeder muss etwas dafür tun.“ Er sei als Bürgermeister angetreten, um eine Philosophie in die Gemeinde zu tragen und ein „Wir-Gefühl“ zu entwickeln. Aber angesichts der vier verschiedenen Ortsteile, die unterschiedlicher kaum sein könnten, sei das harte Arbeit. Deswegen verstehe er auch diesen Vorwurf nicht, wenn mal etwas nicht klappt: „...und wir sollen eine Glücksgemeinde sein?“

„Ich habe mich auf die Arbeit und die Menschen gefreut“

Glück brauche man aber auch, um wieder gesund zu werden, erklärt der Bürgermeister den Kindern. Die Krankheit müsse rechtzeitig erkannt werden und man brauche einen guten Arzt. Dieses Glück sei ihm beschieden gewesen. Der „sehr aggressive Krebs“ habe mit einer schweren Operation und einer anschließenden Rehabilitation besiegt werden können. Danach sei er sehr gerne ins Rathaus zurückgekommen. „Ich habe mich auf die Arbeit und die Menschen gefreut“, sagt Smaldino-Stattaus.

Den Kindern übergibt er neben einer Urkunde eine Flasche Bio-Heidelbeersaft. Dem Bürgermeister ist anzumerken, dass ihm das Treffen noch viel mehr gegeben hat: die Bestätigung, das Richtige zu tun.

Was verstehtst du unter Glück?

Im September 2012 befürwortete die Gemeinde ein Marketingkonzept für den Ort. Zentrale Aussage: „Das Glück liegt so nah!“

Aus dem Urkundentext: „Wir im Rathaus wünschen allen Menschen im Mühlenbecker Land Glück und Zufriedenheit. Darum habe ich als Bürgermeister auch alle Schulkinder unserer Gemeinde gefragt: Was verstehst du unter Glück? Darüber hast du nachgedacht und mir mit deiner Antwort große Freude gemacht!“

Von Helge Treichel

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