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Was will der überhaupt?

Velten Was will der überhaupt?

In einer Vorstellungsrunde im Bürgerstübchen, dem Vereinsraum von Pro Velten, präsentierte am Mittwoch Pro-Veltens-Bürgermeisterkandidat Marcel Siegert seine Ideen für das Amt. Er möchte Velten zur familienfreundlichsten Stadt Brandenburgs entwickeln. Behutsam, wie er betont.

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Marcel Siegert mit Wahlflyer, seiner „Bewerbung“.

Quelle: Ulrike Gawande

Velten. „Was will der überhaupt?“ Unter diesem Motto hatte am Mittwochabend Pro Veltens Bürgermeisterkandidat Marcel Siegert zu einer Vorstellungsrunde in das Bürgerstübchen, den Vereinsraum von Pro Velten auf dem Marktplatz, eingeladen. Rund 40 Bürger waren seiner Einladung gefolgt. Darunter neben zahlreichen Mitgliedern des eigenen Vereins auch interessierte Bewohner der Stadt.

Man war neugierig, mit welchen Ideen der 38-Jährige frischen Wind ins Bürgermeisteramt bringen will. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der Siegert einige Familienbilder präsentierte und über seinen Werdegang sprach, kam er zu der Frage, warum er „sich die Bewerbung ums Bürgermeisteramt überhaupt antun würde“. Das sei eine berechtige Frage, so Siegert, da vieles von dem, was in den kommenden Jahren entschieden werden wird, seinen Kindern nicht mehr zugute käme. „Aber vielleicht meinen Enkeln“, hofft Siegert. Denn er möchte Velten zu einer familienfreundlichen Stadt machen, in der sowohl Kinder als auch Senioren eine Zukunft haben. „Kinder und ältere Bürger brauchen einen besondern Blick“, glaubt Siegert, selbst Vater zweier Söhne. „Schaffen wir es, die familienfreundlichste Stadt Brandenburgs zu werden?“ fragt der gelernte Restaurantfachmann in seinem als „Bewerbung“ gestaltetem Wahlflyer seine möglichen Wähler. So hat er sich die Schaffung einer eigenen Schulküche, die Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien und die Einrichtung von Treffpunkten für Jugendliche in der ganzen Stadt auf die Fahnen geschrieben. Für die Kitas möchte er flexiblere Öffnungszeiten und eine Profilierung erreichen. Schließlich wäre doch eine Sportkita oder eine musikorientierte Schule eine gute Werbung für die Stadt. Man könne so dafür sorgen, dass mehr Familien nach Velten ziehen wollen, für die jedoch eindeutig mehr Wohnungen gebaut werden müssten.

Die Frage sei aber, ob Velten überhaupt wachsen müsse, sinnierte der Kandidat.„Wer hat uns gefragt, ob wir überhaupt wachsen wollen?“ Zustimmendes Gemurmel im Raum. Und so betont Siegert, der als Assistent der Geschäftsleitung beim Lebensmittelservice Barlu in Velten arbeitet, dass er nur eine behutsame Entwicklung für die Stadt anstrebe. „Ich möchte Velten als Familienort erhalten und ausbauen. Es soll eine gemütliche Kleinstadt am Rande Berlins bleiben.“

Immer wieder blickt Siegert aber auch auf die vergangenen drei Jahre, in denen er sich mit Pro Velten kommunalpolitisch eingebracht hat, aber auch auf seine engagierte Jugendzeit, als er den Jugendclub vor 20 Jahren mit aufgebaut hat, zurück. Er betont, dass er mit ganzer Seele Veltener sei. Damit spricht er vielen Anwesenden aus dem Herzen. „Ich möchte nicht nur meckern, sondern mitgestalten.“ Dazu gehören für ihn auch Veranstaltungen, die wie die traditionelle Ostermeile oder das Muttertagskonzert auch von Bürgern gemeinsam organisiert werden könnten. Außerdem steht die Entwicklung des Bernsteinsees, Barrierefreiheit und die Belebung der Innenstadt in seinem Wahlprogramm. Siegert: „Eigentlich wollen wir doch alle das Gleiche: Velten entwickeln. Man muss nur mehr miteinander reden.“

www.marcelsiegert.de

Von Ulrike Gawande

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