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Oberhavel Wasser Nord installiert Ultraschall-Zähler
Lokales Oberhavel Wasser Nord installiert Ultraschall-Zähler
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00:25 12.09.2015
Der stellvertretende Rohrnetzmeister Andres Böttcher mit einem Wasserzähler und dem Auslesegerät. Quelle: Foto: Helge Treichel
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Schönfließ

Das digitale Zeitalter bricht nun auch bei der Wasserversorgung der Haushalte an. Die Wasser Nord startet in der kommenden Woche ein Pilotprojekt, um die 620 Wasserzähler in Schönfließ auf eine neue Technologie umzustellen: Anstelle eines mechanischen Flügelrades erfasst nun ein Ultraschallsensor die Durchflussmenge am Kaltwasser-Hausanschluss. Nach den Worten von Geschäftsführer Hans-Joachim Wagner ist das nicht nur genauer und weniger anfällig für Übertragungsfehler, sondern auch für die Kunden komfortabler.

Datensammler im Handyformat

Denn die müssen nun nicht mehr jährlich ihre Zähler ablesen (was mitunter mit Turnübungen verbunden ist) und im Anschluss die Ablesekarten ausfüllen und zurückschicken beziehungsweise die Daten via Internet absenden. Das Auslesen der Zählerstände erfolgt nun drahtlos. Dafür genügt es, einen Mitarbeiter mit dem handygroßen Ablesegerät durch die Straße fahren zu lassen. Im 15-Sekunden-Takt sendet der Ultraschall-Zähler einen sorgsam verschlüsselten Datensatz, der auch einige Fehlercodes enthält, zum Beispiel zu Leckagen. „Und der Code ist nur bei der Wasser Nord bekannt“, sagt Wagner. Derartige Fragen seien im Übrigen mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes Brandenburg abgestimmt.

Funkstrahlen 200-fach geringer als beim Mobiltelefon

Die Genehmigungen gelten auch für die Strahlungssicherheit. Das Funksignal sei so schwach, dass der dänische Hersteller für die Batterien eine Laufzeit von 16 Jahren garantiert. Die Sendeleistung sei deutlich kleiner als die der meisten im Haushalt eingesetzten Geräte. Kommt ein Mobiltelefon auf 2000 Milliwatt, funkt der Wasserzähler ein 200-fach schwächeres Signal – und das nicht direkt am Kopf, sondern im Schnitt 15 Meter entfernt.

Die neue Zählergeneration soll – wie die bisherige – nach sechs Jahren ausgewechselt werden. Stellt sich allerdings stichprobenartig heraus, dass die Geräte störungsfrei arbeiten, könne diese Frist noch zweimal um jeweils drei Jahre verlängert werden, sagt Hans-Joachim Wagner.

Familie Brietzke gehört zu den ersten Schönfließern, die auf das neue System umgestellt werden. Auf fünf Haushalte komme seine Familie, sagt Ex-Bürgermeister Klaus Brietzke. Es sei ein großer Vorteil, wenn nur noch alle zwölf Jahre mal auf das Erscheinen des „Wassermannes“ gewartet werden muss.

Preisstabilität im Fokus

Der Gerätewechsel ist für die Kunden kostenlos und für den Wasserversorger trotz höherer Zählerpreise sogar etwas günstiger. So trage diese Maßnahme dazu bei, dass die Wasser-Nord-Trinkwasserpreise stabil bleiben. Ein Kubikmeter kostet 1,56 Euro, zuzüglich des Grundpreises von 21 Cent pro Tag (73 Euro pro Jahr). Dieses Preisniveau gilt bereits seit 1998. Und Hans-Joachim Wagner ist entschlossen, dass dies noch einige Jahre so bleibt.

Die Wasser Nord

Die Wasser Nord GmbH & Co. KG bezieht ihr Trinkwasser vom Wasserwerk Stolpe, das zu den Berliner Wasserbetrieben gehört. Über ein 343 Kilometer langes Rohrnetz werden jährlich etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an mehr als 19 000 Kunden verteilt.

Dementsprechend hat der Wasserversorger insgesamt knapp 20 000 eigene Wasserzähler im Einsatz. Diese könnten innerhalb der nächsten sechs Jahre auf das neue System umgerüstet werden. Das ist im Umkreis bislang nur noch in Jüterbog im Einsatz.

Das Unternehmen kooperiert mit den Berliner Wasserbetrieben, die ihrerseits auch ein zweites System testen – auf magnetisch-induktiver Basis.

Jeder Wasser-Nord-Kunde verbraucht gut 125 Liter Wasser pro Tag.

Von Helge Treichel

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