Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Wegen KZ-Tattoo erneut vor Gericht
Lokales Oberhavel Wegen KZ-Tattoo erneut vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:48 17.05.2016
Im November vorigen Jahres stellte NPD-Funktionär Marcel Zech dieses KZ-Tattoo im Spaßbad der Turm-Erlebniscity in Oranienburg zur Schau. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin klagte den Mann daraufhin wegen Volksverhetzung an. Quelle: privat
Anzeige
Oranienburg/Neuruppin

Das Amtsgericht Oranienburg hatte den 27-jährigen Zech, der für die rechtsextreme NPD unter anderem im Kreistag Barnim sitzt, wegen Volksverhetzung und Billigung von NS-Verbrechen zu sechs Monaten Haft verurteilt, weil er KZ-Tätowierungen öffentlich im November vorigen Jahres im Spaßbad der Oranienburger Turm-Erlebniscity gezeigt hatte. Die Haftstrafe war auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden, die Staatsanwaltschaft hatte zehn Monate ohne Bewährung gefordert.

Die Rückentätowierungen zeigen die Silhouette des KZ Auschwitz-Birkenau und den Spruch „Jedem das Seine“ vom Eingang des KZ Buchenwald. Zech ist im sächsischen Löbau in der Oberlausitz geboren und bereits wegen verschiedener Straftaten, darunter Körperverletzung, Amtsanmaßung und Fahren ohne Führerschein vorbestraft. Dazu wurde er zu Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe verurteilt.

Das Gericht hatte im Dezember 2015 argumentiert, die Kombination der Tätowierungen sei eine Billigung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Es bestünden auch keinerlei Zweifel am Vorsatz der Straftat und daran, dass der Angeklagte durch das Zeigen der Tattoos den öffentlichen Frieden gestört habe. Das Gericht war mit seiner Entscheidung unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben, weil der Angeklagte den Sachverhalt eingeräumt hatte und bis dahin noch nicht wegen rechtsextremer Straftaten vorbestraft war.

Zech hatte sich in dem Verfahren von dem rechtsextremen Anwalt Wolfram Nahrath vertreten lassen, der unter anderem die 1994 verbotene Wiking-Jugend leitete und Anwalt des im Münchner NSU-Prozess angeklagten Neonazis Ralf Wohlleben ist.

Von MAZonline

Autofahrer brauchen auf der Bundesstraße 96 in den kommenden Wochen viel Geduld. Wegen Bauarbeiten ist die Straße von der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns bis hinter Fürstenberg gesperrt. Nur für wenige Fahrzeuge gibt es ein Durchkommen, alle anderen müssen Umleitungen nutzen.

17.05.2016
Oberhavel Birkenpreis, Radrennen und Birkenfest - Volles Programm in Birkenwerder

Jedes Jahr wird ein besonders engagierter Ehrenamtlicher in Birkenwerder mit dem mit 500 Euro dotierten Birkenpreis ausgezeichnet. 2016 gab es sieben Nominierungen. Verliehen wurde der Preis dann an die Behindertenbeauftragte der Gemeinde, Ute Bartels, die mit dem Preis nicht gerechnet hatte.

17.05.2016
Oberhavel Oberhavel: Polizeibericht vom 16. Mai 2016 - Rollerfahrer mit langem Sündenregister

Mit dem 17-jährigen Fahrer eines Motorrollers, den die Polizei am Sonnabend in der Klagenfurter Straße in Oranienburg kontrolliert hat, ist der Polizei ein ziemlicher Sünder ins Netzt gegangen. Der junge Mann war ohne Helm und Nummernschilder unterwegs, hatte Cannabis konsumiert und der sein Zweirad war zudem nicht zugelassen.

16.05.2016
Anzeige