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Oberhavel Weihnachtsmarktcheck in Oberhavel: Liebenberg
Lokales Oberhavel Weihnachtsmarktcheck in Oberhavel: Liebenberg
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08:40 07.12.2017
Liebenberg (Oberhavel) Weihnachtsmarkt mit Nachtwächterprogramm und hunderten Besuchern auf dem Schlossgut Liebenberg. Quelle: Robert Roeske
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Liebenberg

Jetzt wird abgerechnet: In den kommenden drei Wochen nimmt die MAZ sechs Weihnachtsmärkte der Region genauer unter die Lupe. Getestet werden Stimmung und Atmosphäre vor Ort. Wie hoch ist der Spaßfaktor für Kinder? Außerdem geht es kurz vor dem Fest der Liebe um die Flirtchancen für Singles. Getestet werden Glühwein und Bratwurst. Zudem ein außergewöhnliches Heißgetränk und ein Snack, die für den jeweiligen Weihnachtsmarkt typisch sind. Sie werden auf Geschmack, Wartezeit am Stand, Freundlichkeit des Personals und ihren Preis geprüft. Sechs ausgewählte Weihnachtsmärkte gehen ins Rennen um den MAZ-Wanderpokal.

Das Schlossgut Liebenberg läutet freitags mit der „Nachtwächterstunde“ den Weihnachtsmarkt am Wochenende ein, auf dem buntes Treiben herrscht. Geheimtipp: Nach der Inszenierung ist der Marktplatz relativ leer und die Anstehzeiten an den Ständen kurz. Quelle: Robert Roeske

Liebenberg beeindruckt mit gewaltiger Feuershow

Den Auftakt macht der Weihnachtsmarkt auf Schloss & Gut Liebenberg. Er ist an allen Adventswochenenden geöffnet. Freitags werden die Besucher gegen ein Entgelt von 2,50 Euro um 18.30 Uhr mit der „Nachtwächterstunde“ in besinnliche Stimmung versetzt. Vor der Kulisse des Schlosses wird die Geschichte von Liebenberg inszeniert, Höhepunkt ist eine beeindruckende Feuershow. Kinder können im Inspektoren-Haus auf Strohballen Märchenstunden lauschen, basteln oder sich mit Weihnachtsengel Lara fotografieren lassen.

Die beiden Berlinerinnen Sabriye Zelik (29) und Melissa Schatz (21) sind begeistert von der besinnlichen Stimmung. „Die toppt sogar die Berliner Weihnachtsmärkte“, sagt Zelik. Quelle: Robert Roeske

Besinnliche Stimmung toppt Berliner Weihnachtsmärkte

Auch Gäste aus Berlin besuchen Liebenberg wegen der besinnlichen Atmosphäre. So auch die 29-jährige Sabriye Zelik, die mit ihren Arbeitskolleginnen der Kita „Kinderinsel“ in Reinickendorf zur Weihnachtsfeier vor Ort ist: „Auf den Berliner Weihnachtsmärkten ist immer so viel Halligalli mit Fahrgeschäften und Musik aus jeder Ecke. Da kann man sich gar nicht unterhalten. Ich finde die Stimmung sogar viel schöner als in Berlin.“

Romantik pur für Paare

Vor allem Paaren bietet der Markt alles, was für einen romantischen Abend vonnöten ist. Deshalb hat auch die 47-jährige Nicole Wiest ihren Freund René Schilling (51) hergelockt: „Durch die Live-Musik vor der Schlosskulisse und die Feuerkörbe herrscht hier eine ganz besondere, urtümliche Stimmung. Das ist natürlich sehr romantisch, deshalb wollte ich gern mit René hierher“, sagt sie.

MAZ-Volontärin Josefine Kühnel testet sich eisern durch die Weihnachtsmärkte. Besonders angetan ist sie vom „Glühapfel“ mit Amaretto und den Süßkartoffelpommes. Quelle: Robert Roeske

Flaute für die Singles

Singles wiederum – egal welchen Alters – kommen hier so gar nicht auf ihre Kosten: Fast ausschließlich Familien und Paare flanieren über den schönen Gutshof. Das ist auch der 21-jährigen Berlinerin Melissa Schatz aufgefallen, die mit ihren Kollegen der Kita „Kinderinsel“ Aroser Allee aus Reinickendorf zur Weihnachtsfeier angereist ist: „Ich hätte nie gedacht, dass es hier so voll ist und trotzdem kein Gedränge. Aber der Flirtfaktor geht gegen null. Hier sind alle verheiratet und auch eher so um die 50“, sagt sie.

Lara Isensee (17) aus Zehdenick verzaubert die Besucher als Weihnachtsengel. Kinder können Fotos mit der hübschen Himmelsbotin schießen lassen. Quelle: Robert Roeske

Geheimtipp

Für Nachtschwärmer, die es ruhiger mögen, ist der Freitagabend ein wahrer Geheimtipp: Gegen Ende der „Nachtwächterstunde“ lichtet sich der Markt ein wenig und mit ihm die Warteschlangen an den Ständen.

Der Glühwein ist in Ordnung

So auch vor dem Glühweinstand: Für drei Euro gibt es einen normalen Glühwein im Glas, wahlweise für 50 Cent Aufpreis mit Rum oder Amaretto. Beim Ausschank gibt’s nach minimaler Wartezeit noch einen flotten Spruch als Zugabe. Geschmacklich gibt es nichts zu bemängeln, er haut einen aber auch nicht gerade vom Hocker.

Glühapfel und Süßkartoffelpommes verzaubern die Besucher

Interessanter ist da der Glühapfel, wahlweise mit Amaretto erhältlich – für 3,50 Euro. Wahnsinnig süß und wahnsinnig lecker ist der mit getrockneter Apfelscheibe dekorierte Apfelwein. Passend zum außergewöhnlichen Getränk gibt es auch auf dem Teller Abwechslung in Form von Süßkartoffelpommes. „Die waren unglaublich lecker“, schwärmt die 44-jährige Kathrin Neumann aus Blumenhagen. Knackig-knusprig mit dem typisch süß-nussigen Süßkartoffel-Geschmack bieten sie für 3,50 Euro eine leckere Alternative zu den herkömmlichen Kartoffel-Fritten.

Finger weg von der Bratwurst

Die Bratwurst hingegen ist hier ein echter Reinfall: Winzig und wässrig kommt sie daher in ebenso minimalistischem Brötchen. Die 2,50 Euro sollten die Besucher lieber in die angebotenen regionalen Produkte investieren.

Das Resultat vom MAZ-Weihnachtsmarktcheck:

Ständevielfalt: 5 Sterne
Stimmung: 4 Sterne
Flirtfaktor: 1 Stern
Spaßfaktor für Kinder: 3 Sterne
Glühwein: 4 Sterne
Bratwurst: 2 Sterne
Besonderes Heißgetränk: 5 Sterne
Besonderer Snack: 5 Sterne

Insgesamt 29 von 40 möglichen Sternen

Von Josefine Kühnel

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