Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Weiter auf der Suche
Lokales Oberhavel Weiter auf der Suche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:55 16.03.2018
Das Gerüst ist ab. Der Zustand des Gebäudes ist dramatisch, zum Teil kann man durchs lose Mauerwerk nach drinnen schauen. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Elena Miropolskaja blutet das Herz, wenn sie daran denkt, was alles noch im ehemaligen Domizil der Jüdischen Gemeinde Oberhavel in der Sachsenhausener Straße 2 steht: „Computer, Kleider der Tanzgruppe, unsere ganze Bibliothek. Dort steht alles unter Wasser und die Decke ist runtergebrochen.“ Sie hat Zweifel, dass noch etwas zu retten ist.

Vor einem Jahr liefen die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Haus noch auf Hochtouren. Dann wurde überall Schimmelbefall entdeckt (MAZ berichtete). Die Jüdische Gemeinde sah sich nicht in der Lage, die explodierenden Kosten zu tragen. Der Kreisausschuss hatte deshalb am 16. Oktober auf Bitten der Gemeinde der Aufhebung des Erbbauvertrag mit der Jüdischen Gemeinde zugestimmt. Die Aufhebung wurde am 19. Januar 2018 notariell beurkundet. „Nach dem Aufhebungsvertrag geht der Besitz an den Landkreis mit Zahlung einer Ausgleichszahlung an die Jüdische Gemeinde für geleistete Sanierungsarbeiten“, so die Pressestelle. Voraussichtlich Ende März. Zudem liefen Vorbereitungen für die Fortsetzung der Sanierungsmaßnahmen durch den Kreis. Wie das Gebäude genutzt werde, sei nicht entschieden, davon hingen jedoch die weiteren Sanierungsarbeiten ab.

Die Jüdische Gemeinde ist bei der Woba in einem leeren Geschäft vis-a-vis untergekommen, „aber seit Januar müssen wir Miete bezahlen“. Dankbar ist man, dass „das Leben der Gemeinde weitergehen kann im Regine-Hildebrandt-Haus“, so Miropolskaja. Sie suche aber dringend in der Innenstadt nach einem Quartier. Das gestalte sich schwierig: „Der Quadratmeterpreis bei Geschäften liegt bei zehn Euro. Das ist mehr als in Berlin.“

Rund 100 000 Euro habe die Gemeinde in die Sanierung gesteckt, und noch viele offene Rechnungen von Baufirmen. Lichtblick sei die Zusage des Kulturministeriums des Landes an den Landesverband der Jüdischen Gemeinden, in diesem Jahr 50 000 Euro beizusteuern, „damit können wir die Rechnungen bezahlen.“

Von Heike Bergt

Oberhavel Kriminalitätslage vom 13. März 2018 - Polizeiüberblick: Graffiti auf Schulgebäude

Autofahrt unter Cannabiseinfluss in Velten, gestohlener Laptop in Hennigsdorf und Auffahrunfall in Oranienburg – diese und weitere Meldungen der Polizei Oberhavel lesen sie im Polizeibericht vom 13. März.

13.03.2018

Nachdem sie ihren Schlüssel während der Gartenarbeit von innen in der Pforte ihres Gartentors hatte stecken lassen, erlebte eine Frau in Fürstenberg nach der Rückkehr in ihr Haus eine böse Überraschung.

13.03.2018

Wohl aufgrund unangepasster Geschwindigkeit in einem Baustellenbereich auf der A24 zwischen den Anschlussstellen Fehrbellin und Kremmen kam es Montagnachmittag zu einer folgenschweren Kollision. Der 85-jährige Unfallverursacher wurde dabei so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

13.03.2018