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Weltmeister sucht neues Domizil

Hennigsdorf Weltmeister sucht neues Domizil

Niemand besitzt mehr Polizeimützen als der Hennigsdorfer Andreas Skala, das ist im Guinnessbuch der Rekorde verbrieft. Doch nun sucht der 43-Jährige nach einem Raum, in dem er gut die Hälfte seiner Exponate ausstellen kann. Dabei geht es um rund 1000 Polizeimützen, 100 Schautafeln und 60 Schaufensterpuppen.

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Andreas Skala besitzt rund 2600 Polizeimützen aus aller Welt.

Quelle: Foto: Paetzel

Hennigsdorf. Im Mai kam die frohe Botschaft per E-Mail aus London. Die Guinness-Agentur teilte Andreas Skala mit, dass er mit 2534 Polizeikappen alter und neuer Weltmeister im Guinnessbuch der Rekorde wird. Schon Juni 2014 hatte der Hennigsdorfer Sammler zum ersten Mal den Weltrekord geholt, damals hatte er 2297 Polizeikappen gesammelt. Doch nun droht dem Weltmeister Ungemach. Skala, der als Verkehrspolizist in Berlin arbeitet, wird gesundheitsbedingt frühpensioniert. Damit muss er auch die Flächen in Räumlichkeiten der Berliner Polizei räumen, auf denen er etwa 60 Prozent seiner Exponate ausstellt. „Ich suche jetzt dringend einen neuen Raum in Brandenburg oder Berlin, er sollte möglichst kostenlos sein“, erklärt der Mützenmann. Er biete eine komplette Ausstellung zum Thema deutsche Polizei, wenn er dafür einen verschließbaren Raum bekommt.

Rund 100 Quadratmeter bräuchte der 43-Jährige für seine Exponate aber schon. Sie umfasst rund 1000 Mützen, etwa 100 Schautafeln und gut 60 uniformierte Schaufensterpuppen. Die Sammlerstücke stammen aus der alliierten Vergangenheit Berlins 1945 bis 1994, von der Berliner Polizei 1945 bis heute sowie den Polizeien der Bundesrepublik Deutschland. Auch eine Helmausstellung der Berliner Feuerwehr ab 1945 bis heute hat Skala untergebracht.

Einen kleinen Teil der Exponate konnte der Mützenmann schon bei dem Verein „Westalliierte in Berlin“ und einem Unternehmen mit DDR-historischer Sammlung unterbringen, der größte Teil muss aber noch einen neuen Platz finden, wo er auch unentgeltlich ausgestellt werden könnte. Eine Anfrage bei der Hennigsdorfer Storchengalerie hat Andreas Skala schon gewagt, jedoch ist nicht klar, ob der Mützenmann hier kostenlos Räumlichkeiten für seine Sammlung bekommen wird. Er könnte sich auch vorstellen, dass sich ein Unternehmen der Sammlung annimmt. „Es könnte ja ein Sitzungssaal mit meinen Exponaten entstehen“, so der Sammler.

Der andere Teil von Skalas Sammlung lagert nach wie vor im Arbeitszimmer seiner Hennigsdorfer Wohnung, das er mit Regalen ausgebaut hat. Insgesamt besitzt der Weltmeister zurzeit rund 2600 Polizeimützen, 11 000 Polizeiabzeichen und 200 Uniformen. Mittlerweile stapeln sich Kappen aus 209 Ländern in den Regalen in Skalas Arbeitszimmer, Skala hat sie von Polizisten, Botschaftern, Konsulen. Es fehlen vor allem noch kleine Inselgruppen wie Nauru, Antigua oder die Salomon-Inseln. Das Problem damit sei, dass es dort kaum Menschen gebe, also auch wenige Polizisten.

Wenn es bis Ende Oktober mit dem neuen Raum nicht klappen sollte, hat der Mützenmann zumindest einen Keller als Notlösung. „Besser“, sagt Skala, „werden meine Mützen da unten aber nicht.

Von Marco Paetzel

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