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Oberhavel Weniger Arbeit statt Entlassungen gefordert
Lokales Oberhavel Weniger Arbeit statt Entlassungen gefordert
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18:15 31.03.2016
Weitere Proteste schließt die IG-Metall nicht aus. Quelle: Roeske
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Hennigsdorf/Berlin

Donnerstag tagte der Aufsichtsrat von Bombardier in der Berliner Konzernzentrale, der Termin dauerte bis in die frühen Abendstunden. Am Ende kam Olivier Höbel, IG-Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, aber ernüchtert aus der Sitzung. Der MAZ gegenüber sprach er von einem eher enttäuschenden Verlauf. Die bereits bekannten Zahlen lägen unverändert auf dem Tisch. Die Arbeitnehmervertreter hätten deutlich gemacht, dass sie eine strukturelle Zukunftsplanung vermissen. „Wir fordern eine innovative Personalpolitik. Es ist klüger, über die Arbeitszeit zu atmen und Stunden zu kürzen, statt Arbeitsplätze abzubauen“, so Höbel.

Der Zugbauer will weltweit etwa jeden zwölften Arbeitsplatz streichen, in Deutschland sollen 1430 von 10500 Arbeitsplätzen abgebaut werden. Im Hennigsdorfer Werk – mit 2850 Mitarbeitern das größte in Deutschland – könnten demnach 270 Mitarbeiter entlassen werden, davon 143 in der Produktion und 65 im Engineering. Bombardier begründet die Entlassungen mit dem wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck.

Neue Proteste der Belegschaft sind wahrscheinlich. Erst Mitte März hatten deutschlandweit tausende Mitarbeiter protestiert, vor dem Hennisgdorfer Werktor hatten sich etwa 800 Mitarbeiter versammelt. Damals hatte Betriebsratschef Michael Wobst den „Tod auf Raten“ für das Werk vorausgesagt, wenn die Produktion wie geplant eingestellt werden sollte.

Von Marco Paetzel

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