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Oberhavel Wenn „Glüxritter“ feiern
Lokales Oberhavel Wenn „Glüxritter“ feiern
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12:14 20.03.2017
Clown „Pipeline“ lud zum Fotoshooting – das ließ kaum einer aus. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Ashley ist zehn. Sie liebt Musik und ist ein Technikfreak. Natürlich hat sie ein eigenes Tablet. „Aber wir haben mit ihr gerade eine schwierige Zeit“, räumt Mutti Madlen Wendt ein. Zusammen mit Ehemann Marco war sie am Sonnabend zu Gast beim Familienfest. Zum vierten Mal hatten der Verein „Glüxritter“ für Familien mit einem Down-Syndrom-Kind und der städtische Eltern-Kind-Treff dazu eingeladen.

Ashley geht in die 3. Klasse in Berlin-Hellersdorf, berichtet Madlen Wendt. Sie sei wie alle Down-Syndrom-Kinder dickköpfig, aber herzensgut. Doch im Moment gebe es „vorpubertäre Probleme und sie schläft schlecht. Wir haben vom Fest auf Facebook gelesen und sind gekommen, um bei anderen Eltern Rat zu finden.“ Bei Freunden und in der Familie haben sie Ablehnung erfahren, „aber Asley ist, wie sie ist und wir sind als Familie glücklich“, beschreibt es Madlen Wendt.

Aus Berlin zugezogen und im Löwenberger Land zu Hause ist Daniela Krannich, die mit Töchterchen Eileen (6) zum Familienfest gekommen ist und Oma und Opa im Schlepptau hat. Sie ist Mitglied im Verein der „Glüxsritter“. Eileen ist ein fröhliches Mädchen, „hilfsbereit, herzengut und sie genießt das Leben. Da ist alles Gute eigentlich beisammen“, beschreibt Mutti Daniela Krannich. Natürlich sei es nie einfach, „aber das schaffen wir alles als Familie“.

Wegen des tobenden Sturms vor der Tür, der verhinderte, dass die Hüpfburg aufgebaut werden konnte, tobte das Leben im Saal. Hier gab es viel Applaus für die Cheerleader „Wild Pony“ aus Birkenwerder. Keiner ließ sich einen Fototermin mit der Clowns-Frau „Pipeline“ aus Berlin entgehen. Es gab Kinderschminken, Bratwurst, Kuchen und Musik. Auch viele Kinder aus dem Flüchtlingsheim in Lehnitz waren beim Familienfest dabei. Berührungsängste gab es absolut keine. Eingeladen waren auch Bürgermeisterkandidaten und Stadtverordnete. Firmen unterstützten die Feier mit Spenden und vor der Tür konnten die Kinder mal ein großes Müllauto in Augenschein nehmen.

2013 hatte Mareike Blume aus Oranienburg den Verein für Kinder mit Down-Syndrom auf den Weg gebracht. Seit 2016 ist er eingetragener Verein. 15 Familien aus Oberhavel sind Mitglied, weit mehr kommen zu den Veranstaltungen. Auch ihre Tochter Nora genoss den Nachmittag. Die Sechsjährige kommt bald zur Schule – in die Regenbogenschule in Hennigsdorf. Die ganze Familie ist aufgeregt, sagt Mareike Blume, die als Einzelfallhelferin beim Verein Eltern helfen Eltern arbeitet. Ja, mit Nora habe sie mehr Arbeit und Verantwortung, „aber es wird dreifach zurückgegeben“, beschreibt die Oranienburgerin. Ihre anderen Töchter Emma (9) und Lucy (5) standen am Sonnabend als Cheerleader auf der Bühne.

Die Krabbelgruppe für Kinder bis vier trifft sich einmal im Montag von 15 bis 17.30 Uhr im EKT. Das nächste Mal am 7. April.

Mütter-Väter-Stammtisch: einmal im Quartal, donnerstags von 18 bis 20 Uhr. Nächster Termin: 27. April.

Die Sportgruppe trifft sich einmal im Monat sonnabends von 10 bis 12 Uhr in der Sporthalle hinterm Schloss. Nächster Treff: 22. April.

Der Verein ist aus einer Eltern-Kind-Grupp hervorgegangen. Regelmäßiger Treff: jeden zweiten Freitag im Monat ab 15 Uhr im Eltern-Kind-Treff.

Geschwistertreffen für Kinder ab zehn: einmal im Quartal, sonnabends von 10 bis 12 Uhr in der Sporthalle hinter Schloss. Nächster Termin: 1. Juli.

Gemeinsame Ausflüge der „Glüxritter“: am 1. April von 10 bis 14 Uhr zum Indoorspielplatz Veltinchen und am 6. Mai , 14 bis 17 Uhr, in den Tierpark Germendorf.

Ziele: Integration und Inklusion von Menschen mit Down-Syndrom in alle Lebensbereiche wie Kita, Schule, Arbeit. Beratung von Eltern, Angehörigen.

Kontakt:gluexritter-
oberhavel@gmx.de, 0163/7 42 45 49.

Von Heike Bergt

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