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Oberhavel Wenn Querflöte auf Handball trifft
Lokales Oberhavel Wenn Querflöte auf Handball trifft
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12:42 19.02.2018
Antonia Woike mit ihrem Musikschullehrer Martin Bosse-Platière. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Im Moment heißt es für Antonia Woike üben, üben und nochmals üben. Trotzdem sieht die Elfjährige aus Oranienburg dem Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ vom 15. bis 17. März in Potsdam vergleichsweise gelassen entgegen. Und vielleicht klappt es ja wieder mit einem Überraschungscoup. So wie beim Regionalwettbewerb in Rathenow, als die kleine Querflötistin und Schülerin der Musikwerkstatt Eden auf dem obersten Treppchen stand. Erwartet hatte sie das nicht, sich aber umso mehr gefreut.

Initialzündung war das Spiel einer Freundin ihrer Schwester Bettina Woike: „Das sah so schön aus, klang so schön klar“, erinnert sich Antonia. Damals war sie sechs. Inzwischen erlernt sie das Spiel auf dem Instrument schon vier Jahre lang, seit September 2017 bei Martin Bosse-Platière.

„Ich habe hier drei Schüler in Eden, alle sind sehr begabt“, so der 33-jährige Musiker aus Beaujolais bei Lyon in Frankreich, der in Berlin und Karlsruhe studiert hat, seit zehn Jahren in Deutschland lebt und als Musiker zum Ensemble der Brandenburger Symphoniker gehört. Heute ist er in Berlin zu Hause. „Die Hauptstadt für klassische Musiker in der Welt“, da wollte auch er hin.

Jede Woche kommt Antonia zum Unterricht. Zu Hause wird geübt: „Im Keller haben wir einen Musikraum eingerichtet“, verrät sie. Schon, weil ihr Vati in einer Band rockt. Und auch ihre Schwester auf der Geige spielt und üben muss. Doch die Familie Woike ist nicht nur musikalisch, sondern auch sportlich ambitioniert: Bei Antonia spielt nicht immer die Querflöte die erste Geige, „ich spiele beim OHC Handball“, und regelmäßiges Training ist ihr ebenso wichtig.

Beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ hatte sie nicht nur 15 Mitbewerber mit ihrem Programm von Debussys „Le petit negre“, Michel Blavets Sonate Nr. 2 und Sophie Dufeutrelle „Asia“, einem modernen Stück, aus dem Feld geschlagen. Die Jury wertete zudem Klang, Haltung, Ausdruck, melodische Seite, auch da konnte sie offenbar überzeugen.

Beim Landeswettbewerb wird sie das selbe Programm spielen, allerdings dann ohne Noten. Und vielleicht schon auf einem neuen Instrument, das sie sich so sehr wünscht: „Mit Ringklappen, Silbermundstück und längerem H-Fuß“, erklärt die kleine Musikerin. Ein gutes Instrument koste um die 2000 Euro, so Martin Bosse-Platière, Antonia will auf jeden Fall zu ihrem „etwas von meinem Taschengeld dazulegen“.

Erntet sie bewundernde Blicke von ihren Freunden? „Ja, schon, sie wollen es dann auch meist mal versuchen und bekommen keinen Ton heraus“, berichtet die Schülerin der Sachsenhausener Grundschule. Ob die Musik mal Beruf werden könne weiß sie noch nicht, „auf jeden Fall werde ich immer gern Musik machen“.

Ein wenig Aufregung vorm großen Auftritt Anfang März hat sie schon erfasst: „Lampenfieber, das hat doch jeder, aber es ist positiver Stress“, meint sie routinert. Und Oma und Opa sind ja auch bei den meisten Auftritten dabei.

Von Heike Bergt

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